Seit wann interessiert es Republikaner, ob eine Regierung demokratisch gewählt ist?

Laut eines SPON Artikels – bei der journalistischen Qualität des SPON ist Vorsicht geboten – hält der Republikaner McCain den Sturz der Muslimbrüder für einen ungerechtfertigten Putsch.

McCain lässt keinen Zweifel: Der Sturz des Muslimbruders ist aus seiner Sicht ein ungerechtfertigter Putsch. Sein republikanischer Senatskollege Lindsey Graham ging noch einen Schritt weiter: „Die derzeitige Übergangsregierung ist nicht gewählt, während die gewählte Regierung hinter Gittern sitzt.“[1]

Am 11. September 1973 hat es die USA nicht interessiert, dass der Präsident Chiles, Salvador Allende, demokratisch gewählt war. Die Terrororganisation CIA und die Osama-Bin-Ladens der damaligen Zeit, Richard Nixon, US-Präsident, und Henry Kissenger, US-Außenminister, haben wenig Hell daraus gemacht, dass der Putsch angeführt von General Pinochet in ihrem Interesse war und von ihnen gefördert wurde. Durch Destabilisierung der chilenischen Wirtschaft wurde der Grund für einen Putsch gezielt geschaffen.[2] Einer Zusammenarbeit mit den Diktatoren Süd-Amerikas stand die mangelnde demokratische Legitimierung nicht im Wege – im Gegenteil.

2011 war McCains Meinung über die Muslimbrüder noch eine ganz andere. Da die US-Republikanern immer einen Faible für Diktatoren hatten, scheint es ihnen nicht zu passen, dass mit dem Putsch die Demokratie wiederhergestellt wird, wie es der US-Außenminister John Kerry sieht. Diktatoren sind immer leichter zu steuern als demokratisch gewählte Präsidenten. Da hat ein Muslimbruder oder Islamist von US-Gnaden als Präsident seine Vorteile.

  1. [1]SPON:Machtkampf in Ägypten: US-Republikaner solidarisieren sich mit Muslimbrüdern ; Dienstag, 06.08.2013 – 20:16 Uhr
  2. [2]CIA-Aktivitäten in Chile

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