Freifunk in Rheinbach (6)
Firmware Umstellung


Die ersten Freifunk-Router in Rheinbach wurden mit der Firmware der Freifunker in Köln, Bonn und Umgebung (KBU) ausgerüstet. Im Zuge der Gespräche mit der Stadt Rheinbach wurde klar, dass die Stadt rechtliche Vorbehalte gegen diese Lösung hat. Diese Vorbehalte betreffen vereinfacht den Status des KBU als Dienstleister gemäß §2 Telemediengesetz und der Anwendbarkeit des §8 hinsichtlich der Störerhaftung. Da die Stadt diese Bedenken gegenüber dem Verein „Freifunk Rheinland e.V.“ nicht hat, haben wie – die Freifunker in Rheinbach – beschlossen, uns den Vereinen „Freifunk Rheinland e.V.“ und „Freie Netzwerker“ im Rhein-Sieg-Kreis anzuschließen.

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Firmware Umstellung“
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Freifunk in Rheinbach

Seit ein paar Tagen betreibe ich einen Freifunkknoten (offenes WLAN). Freifunk steht für freie Kommunikation in digitalen Datennetzen. Freifunker verstehen frei als öffentlich zugänglich, nicht kommerziell, im Besitz der Gemeinschaft und unzensiert. Dabei beschränkt sich Freifunk nicht auf drahtlose Netze (Wireless Local Area Networks (WLAN)), auch wenn diese einen wesentlichen Teil der Anbindungen der Endgeräte ausmachen. Aber wer mehr darüber wissen will, der lese bei freifunk.net nach.

Um mich an dem Freifunknetz zu beteiligen habe ich einen alten TP-LINK TL-WR841N V7 und einen neuen TP-LINK TL-WR841ND V9 zum Freifunkrouter umgebaut. Am WR841ND V9 habe ich die 5 dBi Antennen durch die zwei 9 dBi Antennen eines alten Edimax BR-6428nS ersetzt. Leider gibt es für den Edimax keine OpenWrt Firmware. Er wäre ein kleiner, kompakter Router. Warum gleich zwei? Der alte Router hat nur feste 3 dBi Antennen und damit eine geringe Reichweite. Aber zum Spielen und Ausprobieren ist er ausreichend.

TP-LINK TL-WR841ND
Mit zwei 9 dB Antennen getunter TP-LINK TL-WR841ND

Für die Evangelische Kirchengemeinde in Rheinbach habe ich einen neuen TP-LINK TL-WR841ND V9 und einen alten TP-LINK TL-WR941ND V2/V3 zum Freifunkknoten umgebaut. Warum wieder zwei? Weil die Reichweite der Router nicht reicht das Gemeindezentrum abzudecken. Der Internetzugang liegt an einer ungünstigen Stelle und Kabel ziehen kam nicht in Frage. Der erste Router ist ans Internet angeschlossen, der zweite Router findet seinen Weg ins Internet über den ersten Router.

Auf die Router habe ich die Firmware der Freifunker Köln, Bonn und Umgebung (FF-KBU) aufgespielt. Dadurch sind die Router an die „Infrastruktur“ der FF-KBU angeschlossen. Auf den Routern läuft neben dem öffentlichen Netz noch ein privates, verschlüsseltes Netz, so dass der Freifunk kein Brot frisst, weil ich die Router auch für die Versorgung der Ebenen des Hauses brauche.

Mehr dazu, Erfahrungen mit der Installation und Tipps folgen in weiteren Artikeln. Jetzt sage ich: Gute Nacht