Nigerian Scam: Kurz und knapp

Gestern schlüpfte eine kurze Mail durch meinen Spam-Filter: Kürzer – und dümmer – geht es kaum noch:

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Zwei Fragen:

  1. Warum finden sich so wenige, die bereit sind, viel Geld zu verdienen?
  2. Warum finden sich für diese Masche noch genug Dumme?

Allerdings kennt der Schreiber den Reply-To eintrag im Kopf der Mail. Die Antworten sollen statt an den Absender an trevorw756@yahoo.co.uk gehen.

Scam: Nigerian Scam – Jetzt auch zweisprachig.

419 Scam
419 Scam mit Kaffeeflecken
Nun versenden die Betrüger ihre Scam auch zweisprachig. Google Translate muss deutlich besser werden.

Wie ich mit als Erbe eines O. Idi Hindu ausgeben soll, ist mir schleierhaft. Wenn wenigstens der Nachname mit meinem übereinstimmen würde. Alles nichts neues – alter Wein in einem neuen Schlauch.

Hier nur eine kurze Gegenüberstellung des deutschen und englischen Textes.

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SPAM: Christy Walton to her Dearest

Es ist einfach zu toll. Christy Walton – die Erbin von John T. Walton, des Sohnes des Wal-Mart Gründers – hat an mich, ihrem Geliebten (Dear Beloved), gedacht um 9 Milliarden Dollar für die Wohlfahrt zu spenden. Die arme Frau wird bald sterben – und ich reich. Wie erkläre ich das meiner Frau?

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SPAM: the police just arrested a fraudster by name Micheal


Heute erhielt ich die unten angefügte E-Mail eines gewissen Rechtsanwaltes Anthony Frank Mendis als Blindkopie. Da es wenig sinnvoll ist, eine Mail nur an mich in Blindkopie zu schicken und niemanden als direkten oder Kopie Adressaten einzusetzen, gehe ich davon aus, dass es sehr viele Blindempfänger gibt. Der Zeichensatz Windows -1251, der für den Text verwendet werden soll, deutet auf die Nutzung eines Clients aus dem russischen Sprachraum und nicht dem englischen Sprachraum hin, was bei einem Anwalt im Vereinigten Königreich ungewöhnlich ist. Dies ist bei mir ein sicherer Hinweis, dass es sich um Spam handelt, da ich keine Kontakte in diesen Sprachraum pflege. „SPAM: the police just arrested a fraudster by name Micheal“ weiterlesen

Nigerian Scam in gutem Deutsch

Warnung: ... gerade in Zeiten wo das Internet gern missbraucht wird
Warnung: … gerade in Zeiten wo das Internet gern missbraucht wird
Wer auf diese Mail herein fällt, ist nun wirklich selber Schuld. Keine Adresse und pauschale Anrede mit „Lieber Freund“, eine eingebaute Warnung vor Betrug im Internet im ersten Satz, ein reicher Mann in der Dritten Welt, leider verstorben und nun sollen Bank, Erben oder Staat um das Geld betrogen werden. Dazu benötigt der Absender nun dringend die Hilfe eines ihm bisher völlig unbekannten Mitztäters. Kurz: Dies ist eine typische Nigerian Scam Mail, auch wenn der angebliche Verstorbenen aus Libyen kommt und das Konto in Südafrika geführt wird.

Den Jahreswechsel 2013/2014 haben die Betrüger noch nicht mitbekommen. XXXX.2013 ist seit gut drei Monaten vorbei. Ansonsten ist die Mail in fehlerfreiem Deutsch abgefasst, auch Umlaute kennt unser Verfasser – wer noch einen Fehler findet, darf ihn behalten.

Wenigstens in folgendem Punkt sind die Betrüger grundehrlich. Unter der Erklärung zum Nigerian Scam findet sich bei WikiPedia dieser Satz:

Die Opfer dieser Betrügereien werden von den Betrügern als „Mugu“ bezeichnet, das Wort für „Vollidiot“ im Nigerianischen Pidgin.
Quelle: WikiPedia

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