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Moneyplex und Card Reader nach Installation von openSUSE 12.2 – 3. Fortsetzung

Nun findet diese Reihe ihre dritte Fortsetzung. Post von Moneyplex war heute noch nicht in der Mailbox. Daher habe ich mir die Zeit genommen, die Änderungen der an den Repositories und Paket zurück zu nehmen und den Zustand pcsc = 1.8.3 herzustellen. Nun läuft die Kartenleser Weichware wieder ohne Fehler, nur Moneyplex mag nicht – wird wohl noch etwas dauern. Leider werden die Leute, die gerne Geld von mir hätten, nicht so lange warten. Zum Glück habe ich noch die alte virtuelle Festplatte, mit der ich die Installation unter openSUSE 11.4 getestet habe. Nach Installation VirtualBox und ein paar Anpassungen kopieren des Moneyplex Verzeichnisses vom Host in die VM kann ich wider auf meine Konten zugreifen. Vielleicht sollte ich Moneyplex nur noch in virtuellen Maschinen nutzen. Spart eine Menge Arbeit, wenn es nach dem Update nicht mehr funktioniert.

Nach Klonen der VM und Einrichten eines Sicherungspunktes werde ich die openSUSE 11.4 zuerst auf den aktuellen Stand bringen. Die letzte Nutzung ist schon 15 Monate her. Nach dem Update ist pcsc in der Version 1.7.2 installiert und Moneyplex läuft.

Dies findet ein jähes Ende, nachdem ich den Befehl sudo zypper up ausgeführt habe. Nun ist pcsc = 1.8.6 installiert und der Kartenleser wird nicht mehr erkannt. Da zu erwarten ist, dass ein Update bei der openSUSE 12.1 auch zu dazu führt, dass pcsc = 1.8.6 installiert wird, sollten Moneyplex Nutzer ihr System vorerst nicht mit zypper update auf den neusten Stand zu bringen.

Gut, dass ich einen Klon und einen Sicherungspunkt habe, auf den ich die Maschine zurücksetzten kann. Seit meiner letzten Nutzung der VirtualBox hat sich doch einiges getan. Ich kann mich immer mehr mit dem Gedanken anfreunden, verstärkt mit virtuellen Maschinen zu arbeiten.

Grundsätzlich scheint die Inkompatibilität schon länger zu existieren. Die Version 1.8.x ist ja nicht erst gestern erschienen. Im Moment bedaure ich, dass ich nicht vor der Installation der 12.2 nachgesehen habe, welche Version auf der Maschine installiert war. Aber meine gestrigen Zweifel sind jetzt widerlegt.

Sehr schade, dass es Matrica noch nicht zu einer Aktualisierung geschafft hat und auch keine Warnung auf ihrer Homepage veröffentlicht. Herzlichen Dank für vier vergeudete Abende!

Moneyplex und Card Reader nach Installation von openSUSE 12.2 – 2. Fortsetzung

Nachdem ich gestern nicht mehr weiter wusste, habe ich Google befragt. Und siehe da, ich bin auch diesmal nicht allein mit meinem Problem. Unter der Anfrage von Dirk Vornheder | 17 Sep 21:34 zu Problemen mit Moneyplex unter openSUSE 12.2 in The main german language mailing list of SuSE, findet sich die Antwort von Wolfgang Rosenauer | 17 Sep 21:58:

Moneyplex kann nicht mit pcsc-lite >= 1.8.0.

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Moneyplex und Cardreader nach Update OpenSuSE 11.4 auf 12.1

Nach langem Zögern habe ich mich gestern zu einem Update von OpenSuSE 11.4 auf 12.1 entschlossen. Mit Spannung habe ich heute mein Moneyplex gestartet. Endlich mal eine erfreuliche Erfahrung: Es lief alles ohne Probleme. (Dafür kämpfe ich noch mit kmail2.) Hier die Liste der aktuell bei mir unter OpenSuSE 12.1 installierten Treiber.

  • libpcsclite1-1.7.4-4.3.1.x86_64
  • libpcsclite1-32bit-1.7.4-4.3.1.x86_64
  • pcsc-ccid-1.4.5-29.1.x86_64
  • pcsc-ctapi-wrapper-0.3-2.1.x86_64
  • pcsc-ctapi-wrapper-32bit-0.3-2.1.x86_64
  • pcsc-cyberjack-3.99.5final.SP02-58.2.x86_64
  • pcsc-lite-1.7.4-4.3.1.x86_64
  • pcsc-openct-0.6.20-30.1.x86_64
  • pcsc-tools-1.4.17-1.5.x86_64

Wer es vergleichen möchte:

rpm -qa | grep pcsc | sort

The Webalizer – Mehrere virtuelle Server verwalten und auswerten

Gestern habe ich recht spontan über die Absicherung der Statistiken des Webalizer geschrieben. Das Meiste lässt sich auf andere Programme ohne Probleme übertragen. Heute soll es um die Einrichtung mehrerer virtueller Server (VServer) unter Apache und die Auswertung der Log-Dateien gehen.

Apache Konfigurationsdateien

Liegen viele Virtuelle Server auf einem Web-Server, gilt es den Überblick durch Ordnung zu wahren. Auch wenn alles im Apache in einer Datei beschreibbar ist, empfiehlt es sich, für jeden Server eine eigene Konfigurationsdatei zu erstellen und mit dem Namen des Servers zu versehen. Da mehre Domains auf meinem Server liegen, nehme den Fully Qualified Domain Name (FQDN) des Servers mit in den Dateinamen. Die Definition eines Servers steht somit in der Datei:

/etc/apache2/vhosts.d/<servername>.conf

und ist meist recht spartanisch. Siehe dazu den vorherigen Artikel.

Apache Log-Dateien

In vielen Fällen schreibt der Apache alle Zugriffe in ein einziges Access log (/var/log/apache2/access_log unter OpenSuSE). Das Format der Log-Einträge kann frei definiert werden. Die Default-Einstellung protokolliert nicht mit, auf welchen VServer zugegriffen wurde. Mit einer Erweiterung der Log-Einträge um die ServerNamen kommt der Webalizer nicht zurecht. Die Konsequenz ist, dass für jeden VServer eine eigene Log-Datei angelegt werden muss. Für diese Log-Dateien verwende ich folgende Namenskonvention:

/var/log/apache2/vhosts/<servername>/access_log

Das Rotieren der Logs der VServer wird durch eine Datei /etc/logrotate.d/apache2.vserver gesteuert. Hier erzeuge ich nur eine Datei für alle Server.

(Einzelne Log-Dateien haben auch ihre Vorzüge.)

Es empfiehlt sich vor einem Rotieren des Logs dieses mit dem Webalizer auszuwerten, da sonst Einträge verloren gehen. Da eine Webalizer Auswertung recht lange dauern kann, sollte der Web-Server nicht gestoppt werden. Dadurch können einige Einträge für die Auswertung verloren gehen, aber dies sollte zu verschmerzen sein.

Webalizer Output Verzeichnis

Der Weebalizer erzeugt seien Report in einem Verzeichnis. Dort werden auch historische Daten gespeichert, um nicht laufend alle Log-Einträge auswerten zu müssen. Einmal zählen reicht. Um die Zugriffe leichter zu kontrollieren lege ich die Statistiken auf einem eigenen VServer ab, der unter

/srv/www/vhosts/<servername>/

gespeichert wird. Unterhalb des VServer-DocumentRoot lege ich für jeden VServer wieder ein eigenes Verzeichnis mit dem Servernamen ab. Z.B.:

/srv/www/vhosts/webalizer.excample.com/wiki.excample.com

Das spartanische php-Script index.php in diesem Verzeichnis liest die Unterverzeichnisse und erzeugt eine Übersichtsseite Seite mit Links zu den einzelnen Statistiken.

Webalizer Konfigurationsdateien

Nun gilt es die einzelnen Statistiken für die VServer zu steuern. Diese Webalizer Konfigurationsdateien werden unter

/etc/webalizer.d/<servername>.conf

abgelegt.

Konfigurationsscript

Um den alle VServer für den Webalizer einzurichten, habe ich ein kleines Script geschrieben, das die Verzeichnisse erzeugt und die Konfigurationsdateien anpasst bzw. fehlende erzeugt. Voraussetzung ist, dass alle VServer unter /etc/apache2/vhosts.d/ definiert sind. Das Script liest alle Konfigurationsdateien des Verzeichnisses und sucht nach Zeilen „ServerName …“ (wichtig Groß- und Kleinschreibung beachten) und erzeugt mit diesem Servernamen die Einträge. Der Haupt-Domain-Name wird aus dem ServerName Eintrag der default-server.conf genommen.

Das Script findet sich hier: download

Webalizer ausführen

Um den Webalizer regelmäßig auszuführen, startet Cron folgendes Mini-Script:

#!/bin/sh

for CONF in /etc/webalizer.d/*.conf
do
  webalizer -c "$CONF"
done

Damit soll es für heute gut sein. Genug für diese Nacht.

Fehler beim Aufruf der man-Seiten unter openSuSE 11.4

Auf einem neuen Rechner mit nackter Festplatte habe ich vor Wochen openSUSE 11.4 installiert. Seit dem wundere ich mich, dass die man-Seiten nicht gefunden werden. So lieferte man bash die Meldung: No manual entry for bash.

Heute bin ich dem Fehler auf die Spur gekommen. Während meine eigenen man-Seiten aus ~/bin/man funktionierten, scheiterten die System-Seiten unter /usr/share/man. Auf einem von 11.3 auf 11.4 hochgezogenen Rechner lief alles ohne Probleme. Eine Neuinstallation der Pakete brachte keine Abhilfe. Übergangsweise hab ich mich mit ssh auf dem zweiten Rechner angemeldet und dort die man-Seiten genutzt.

Heute habe ich nochmal versucht, dem Fehler auf den Grund zu gehen und mich näher mit dem man Befehl befasst. Nach ersten Versuchen mit dem MANPATH brachte mich der Parameter „-d“ für „Debug“ der Lösung näher. Unter den Fehlermeldungen fiel folgende auf:


update_directory_cache /usr/share/man/mang: miss
can't open directory /usr/share/man/mang: Keine Berechtigung
directory cache update failed

Das Verzeichnis /usr/share/man hatte die Attribute „rw-r–r–“ und konnte nicht geöffnet werden – auch nicht wenn root man aufrief. Ein Vergleich mit dem funktionierenden Rechner zeigte, dass offensichtlich die Attribute verkehrt gesetzt waren. Nach einem „sudo chmod +x /usr/share/man“ war alles in Ordnung.

Ich frage mich: Wieso sind die „Ausführen“ Bits umgekippt?

Update auf openSUSE 11.4

Heute habe ich mir die Zeit genommen, openSUSE 11.4 auf diesem Server zu installieren. Leider bietet STRATO kein Update, sondern nur eine Neuinstallation, was ein Update es Betriebssystems etwas riskant und mühsam gestaltet. Ich bin überrascht, dass der Server mit den gesicherten Dateien nach wenigen Stunden wieder eingerichtet war.

Einzelne Dienste sind zu beenden, die Daten zu sichern und dann die Neuinstallation anzustoßen. Der Server war schneller als angekündigt wieder verfügbar. Allerdings war es eine rudimentäre Installation und die benötigte Software musste ich nach installieren. Dann waren die wichtige Daten zurück zu spielen und die einzelnen Dienste neu zu starten – ein Zeit raubendes Geschäft.

Wenn es jetzt noch irgendwo hackt, dann habe ich bei der Installation noch etwas vergessen. Für heute habe ich fertig.

Gute Nacht