Abmahnwelle (Fortsetzung)

Über die Feiertage ist es etwas ruhiger geworden. Ich möchte hier ein paar Informationen ergänzen, die ich in den letzten Tagen zusammen gesammelt habe. Dabei geht es im folgenden um:

  1. Jutta Schilling und XShop Online
  2. Die Verträge zwischen Schilling, Hausner und The Archive AG
  3. Details zu den abgemahnten Filme
  4. Statistiken zu den Weiterleitung und Zugriffen auf die Filme

Interessant die Details zu den abgemahnten Szenen / Videos. Die finden sich nicht nur auf einer DVD. Dabei wechselt das Studio nach belieben. Dazu mehr weiter unten.

Jutta Schilling und XShop Online

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Beschluss des Landgerichts Köln zur der RedTube Abmahnwelle

Seit Tagen beschäftigen sich Heerscharen von Rechtsanwälten (RA) und Informationstechnikern (IT) mit den Hintergründen der Abmahnwelle bezüglich des Ansehens bestimmter der Erwachseneninhalte des Portals RedTube – kurz: Pornos.

Der RA von Rüden hat als pdf den Antrag von Daniel Sebastian, die Anlagen und den Auskunftsbeschluss des LG Köln in einem Verfahren online gestellt.

Demnach hat der Rechtsanwalt (RA) Sebastian Daniel hat am 12.08.2013 einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gemäß §101 Abs. 9 UrhG gestellt. Das Gericht hat zu dem Antrag noch am selben Tag – also innerhalb weniger Stunden – beschlossen. Beschluss auf eien Formblatt, dazu weiter unten mehr.

Hätte ein Richter den Antrag vom 12.08.2013 mit Sinn und Verstand gelesen, wäre ihm bei einer kursorischen Prüfung folgendes aufgefallen:

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Urheberrechtsverstoß mit unsichtbaren iframe tranen

Vergangene Woche schlug die Abmahnwelle der The Archive AG hohe Wellen und füllte die Lücke bis zur Abstimmung der SPD über die GroKo. Aufgrund der geschätzten 10.000 bis 20.000 Abmahnungen berichtete nicht nur die IT-Fachpresse über die Einzelheiten der Abmahnung. Schnell wurden Berichte der Nutzer über auffälligen Einträge in ihren Log-Dateien und eines auffälligen, sprunghaften Anstiegs der Zugriffszahlen auf die Videos just mit dem Beginn der Überwachung bekannt. Daher ist der Verdacht nicht unbegründet, dass jemand die Nutzer über gekaufte Zugriffe gezielt von anderen Seiten auf diese Videos gelenkt hat.

Die Herkunft der IP-Adressen ist immer noch nicht bekannt. Außer einer Zusammenfassung der Pressestelle den LG Köln, die mehr Fragen offen lässt als sie beantwortet, habe ich noch nichts Konkretes über das Gutachten über die Software GLADII 1.1.3 gefunden.

Inzwischen prüft die Staatsanwaltschaft Köln, ob sie ein Ermittlungsverfahren wegen der vor dem Landgericht Köln abgegebenen eidesstattlichen Versicherungen gegen unbekannt einleitet. [1] Hier frage ich mich: Wieso hat das Landgericht die eidesstattlichen Versicherungen eines, einer oder mehrerer Unbekannter verwendet?

Mir kam heute folgende Frage: Wenn jemand die Nutzer arglistig auf die Seiten bei RedTube lenkt, kann er verhindern, dass der Nutzer bemerkt, dass er ein Video abspielt?

Oder:

Haben die Nutzer die Filme wirklich angesehen?

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  1. [1]Quelle: itespresso.de / Peter Marwan: (Update) Streaming-Abmahnungen: Staatsanwaltschaft Köln prüft Ermittlungsverfahren (17. Dezember 2013)

Filesharing oder Download

Rechtzeitig zu Weihnachten hat The Archive AG mit den Rechstanwälten (RA) Daniel Sebastian und Urmann und College (U+C) die wohl größte Abwahnwelle in Deutschland losgetreten. Zeitpunkt und Thema der Abmahnung (Pornografie) sind geschickt gewählt. Als (noch) nicht betroffener möchte ich ein Teilthema ansprechen, dass etwas weniger Beachtung in diesen erfährt: Der Unterschied von Download / Streaming zu Filesharing.
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