Archiv der Kategorie: Sonstiges

Ist die Erde flach? (Teil 1)


Nein, natürlich nicht! Aber immer wieder „beweisen“ Anhänger der Theorie der flache Erde, dass die Erde flach ist. Da sie aber mehr oder weniger eine Kugel ist, müssen diese „Beweise“ falsch sein. Aber wo liegt der oder die Fehler in den einzelnen Beweisen. Vor ein paar Tagen bin ich auf den Artikel Euronia.com – Die Erde ist flach gestoßen. Hier wird versucht die flache Erde am Bodensee mit dem Bild der Schlosskirch Friedrichshafen zu beweisen. Nur das Bild beweist genau das Gegenteil, die Erde ist rund.

Schauen wir uns die Schlosskirche an. Die Kirche liegt nicht direkt am Ufer, sondern auf einem Hügel. Die Türme sind laut www.schlosskirche-fn.de 54,9 Meter hoch. Wie hoch die Kirche liegt, konnte ich leider nicht herausfinden. Sie sind in drei gut unterscheidbare Abschnitte und das Zwiebeldach geteilt. Ist die Erde flach? (Teil 1) weiterlesen

Informationen zum Thema SEPA

Kriminelle versuchen immer wieder die Passwörter zu Online-Bankkonten (z.B. Paypal) zu erbeuten, indem sie mit einer angeblich drohenden Kontosperrung wegen der SEPA-Umstellung drohen. Diese Versuche werden Pishing genannt; abgeleitet von Password und Fishing.

Heute bekam ich einen nette Mail zum Thema SEPA-Umstellung mit dem Hinweis auf die oben eingebundene interaktive Info-Grafik, die The Safe Shop entwickeln lassen hat und die ich hier gerne wiedergebe. Weitere Informationen gibt es in dem Artikel Sind Sie bereit für die SEPA Umstellung? bei blog.thesafeshop.de.

Der normale Nutzer muss für die SEPA-Umstellung seiner Konten nichts tun. Wer Homebanking über ein Web-Interface betreibt muss betreibt hat keine Arbeit. Wer Homebanking mit einem Programm auf dem eigenen Rechner betreibt (z.B. Moneyplex) benötigt eine SEPA-fähige Version. Vereine, Firmen benötigen natürlich die neuen Kontonummern. Diese können jedoch aus den alten Daten – Bankleitzahl und Kontonummer – bestimmt werden, was ein gutes Programm automatisch im Hintergrund erledigt -also auch keine Arbeit.

Nur das Merken dieser Schlange IBAN ist nicht so einfach.

Zwei tolle Artikel bei Spiegel-Online

So kann man als SPON-Journalist (ulz) auch sein Gehalt in der Sommerflaute aufbessern und den privaten Klingelbeutel füllen. Zuerst schlecht recherchieren und dann nach Hinweisen der Leser nochmal darüber berichten, dass man so dumm war, einem PR-Gag aufzusessen. Schon wird man für zwei Artikel bezahlt, die es nie hätte geben müssen / dürfen.

  1. Verunglückter Heiratsantrag: Strikeout im Baseballstadion
  2. Vermeintlicher Heiratsantrag: Team outet gescheiterte Verlobung als PR-Gag

Was steht auf den Seiten:

SPIEGEL ONLINE ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Vielleicht sollten Sie noch ergänzen:

SPIEGEL ONLINE übernimmt keine Gewähr für die eigenen Artikel.

Wahlumfragen

Vor fünf Jahren hatte ich in einem anderen Blog schon einmal etwas über Sonntagsfragen und die möglichen Schlagzeilen, die sich durch die Streuung der Ergenbisse von Woche zu Woche ergeben, geschrieben. Über fünf Jahre ist dies heute her. Die Absicht eine Roulette Simulation zu schreiben hat zu dem alten Programm geführt, das ich das alte Programm etwas aufpoliert habe. Hier eine aktuelle Simulation von 20 Sonntagsfragen. In der Kopfzeile steht das exakte Stimmenverhältnis, das der Simulation zugrunde liegt. In den Zeilen die Ergebnisse der Parteien und am Schluss die minimalen und maximalen Ergebnisse der Umfragen. Da einige Institute ihre Weisheit aus etwa 1.000 Befragten ziehen, habe ich die Zahl hier auch zu Grunde gelegt. Ein Vergleich der Maxima und Minima zwischen den Parteien, zeigt, wie sehr eine Prognose wer nun gerade die Nase vorne hat vom Zufall abhängt. Vom 6% Vorsprung bis 3% im Hintertreffen ist – bei 3% tatsächlichem Abstand zwischen dem Erst- und Zweitplatzierten – alles drin.

Ergebnis der 20 simulierten Sonntagsfragen mit 1.000 Befragten

Wahlumfragen weiterlesen

Pfiffe

Pfiffe: Übrig gebliebene, primitive Form der Meinungsäußerung aus vorsprachlichen Entwicklungsstufen des Menschen. Erst seit Entwicklung der Stimmbänder ist der Mensch zu komplexeren Meinungsäußerungen fähig. Die Hirnentwicklung scheint jedoch noch nicht so weit fortgeschritten zu sein, dass diese komplexen Fähigkeiten von allen Individuen genutzt werden können.

In vielen Fällen wird die Kraft der Stimme auch mit der Kraft des Argumentes verwechselt. Was dazu führt, dass statt der Lippen primitive Instrumente als Argument- oder Pfeiffverstärker genutzt werden.

Weihnachtsgrußmuffel

Drei Kerzen
Drei Kerzen zur Adventszeit
Ich gebe zu, ich bin ein Weihnachtsgrußmuffel. Ob Facebook, Wer-kennt-wen, Ipernity, Twitter, E-Mail oder vorgedruckte – nicht-elektronische – Postkarten, von über all treffen Weihnachts- und Neujahrsgrüße ein. Die wenigsten werde ich beantworten.

Der moderne Grußsender nutzt im Zeitalter der multimedialen Kommunikation E-Mail, Facebook, Twitter oder andere „soziale“ Netzwerke. Zwei, drei Klicks und alle Kontakte wandern in die Adresszeile. Keiner ist vergessen. Noch ein oder zwei „geklaute“ lustige oder besinnliche Bilder, Videos oder PowerPoint Funnies hinzugefügt und die Gruß-E-Mail ist fertig. Die „Allen antworten“- Funktion stellt dann sicher, dass ich auch von mir Unbekannten Weihnachts- und Neujahrs-Rückgrüße erhalte. Sehr persönlich finde ich Mitteilungen in Esperanto, einer Sprache, die ich nicht verstehe. Dies ist eine Auswirkung der Kontakteritis bei Ipernity. Ich gestehe: Dies Mails – erkennbar am „Subject“ -lösche ich ungelesen.

Dann sind da noch die CNE-Mails (nie gehört? Commercial-Non-Electronic-Mails). Hochwertige, vorgedruckte Grußkarten der Firmen meist in mehreren Varianten mit vorgefertigtem Text und ein, zwei Unterschriften der Mitarbeiter oder Geschäftsführung. Manchmal mit einem handschriftlichen „Sehr geehrter Herr“ bei dem nicht klar zu erkennen ist, ob es der (die) Sekretär(-in) war. Zum Glück sind diese leicht erkennbar und landen kurz geöffnet im Papierkorb. Schade ums Geld. Heilig Abend im Klingelbeutel wäre es mir lieber. Vielleicht doch lieber E-Mails.

Wenn jetzt jemand fragt: „Warum meckerst du? Die letzten Jahre hast du es doch auch gemacht.“ Stimmt! Ich war so blöd – ich muss es aber nicht bleiben. Dieses Jahr verweigere ich mich. Kein Post bei Facebook und Co. Keine Massenpost.

Nehmen wir Ipernity. Jeder verewigt sich in jedem Gästebuch und bedankt sich artig für die Grüße. Immer wieder der gleiche Text. Strg-A, Strg-C und Strg-V. Oder er verschickt eine Mail an alle Kontakte, mit kleinen Bild inklusive Link. Dieses gegenseitige Glückwünschen fördert die eigenen Seitenbesuche und ein paar Faves um unter die „What’s hot“ zu kommen, fallen meist auch ab.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Eine Mail meines Patenkindes mit einem Jahresrückblick und einen Ausblick ins nächste Jahr will beantwortet werden.

Auch wenn ich mich kleiner Abflüge eines schlechten Gewissens hin und wieder erwehren muss: Ich spiele nicht mit!

Trotzdem soll dieser Artikel nicht ohne die üblichen Wünsche enden. Und so hoffe ich, alle hatten eine gesegnete Weihnacht, und wünsche auf diesem Weg allen, die dies lesen oder nicht lesen, entschleunigte Tage bis zum Jahresende und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Die Erfahrung zeigt, meine Wünsche beeinflussen nicht die Zukunft.

Erster Urlaubstag erfolgreich überstanden

Der erste Urlaubstag war ausgefüllt mit Arbeit. Von der To-Do Liste für die nächsten Tage konnten wir – Karin udn meine Wenigkeit – einiges abarbeiten. Nachdem schon seit Wochen drei von vier „Birnen“ in einer Lampe den Geist aufgegeben haben – mir sagt ja keiner was -, neue Leuchtmittel gekauft. Im Preis-Leistungsvergleich fielen LED-Lampen durch. Schade. Aber 33€ für drei LED standen vier Halogenlampen für 15€ gegenüber. So oft brennt die Lampe nicht, dass die LED-Leuchtmittel sich amortisieren. Auch das Auto verlangt nach neuen Leuchtmitteln. Ist Hammer-Blue? wirklich so viel besser, dass ein Preisunterschied mit Faktor zwei gerechtfertigt ist? Außerdem ist eine noch heile. Links blau, rechts weiß? Dann lieber einheitlich: Weiß gewinnt.

Wirkliche Arbeit erzeugen zwei Pflanzen, die nur eine entstehende Lücke füllen sollen. Einmal gekauft, müssen die Pflanzen dringend eingepflanzt werden. Die Arbeit lässt sich nicht mehr aufschieben. Also müssen fünf Pflanzen ausgebuddelt und – einschließlich der neuen – sieben eingepflanzt werden. Die drei Pflanzen zeigen sich wenig kooperativ. Bin gespannt, ob sie die Umsetzung überleben. Am Ende ist der Nachmittag vorbei. Hätten wir dies nicht früher, an warmen Tagen, erledigen können? Dass der Vorgarten durch die Maßnahme deutlich gewonnen hat, kann ich nicht abstreiten. Aber hätte es nicht Zeit bis nächstes Jahr gehabt.

Jetzt muss noch die Garage aufgeräumt werden. Es wird Zeit, dass die Gartenmöbel im Keller verschwinden und Platz für das Auto machen. Können wir den Winter nicht mal überspringen?

Nochmal Lena: Chancen?

Als ich vor einem Jahr Lena mit “Satellite” in der Vorauswahl hörte, hab ich spontan gesagt: Wenn, dann dieses Mädchen und dieser Song!

Als Stefan Raab die “Titelverteidigung” vorschlug, dachte ich “Hut ab, dreist, aber genialer Zug”. Jahrzehnte stand der Komponist vorher fest: Ralf Siegel. Langeweile pur. Dieses Jahr ist es einmal umgekehrt.

Das Experiment, Komponisten und Textern eine Sängerin vorzugeben, ist es wert gewagt zu werden. Ich habe nicht den Eindruck, dass es misslungen und langweilig ist. Sich mit Personen zu identifizieren ist leichter, als sich mit Ideen zu identifizieren. Keine Daumen drückenden Fan-Clubs, keine künstlich erzeugte Spannung. Fehlen uns diese dramaturgischen Meisterleistungen bei den Verkündigungen der Zwischen-Sieger und- Verlierer wirklich, dann hätte man einen Kampf der Komponisten und Texter inszenieren müssen. “ESC: Deutschland sucht den Super-Komponisten/-Texter”.

Ich hab mir die CD nun schon mehrfach angehört. Ein Gefühl, wie vor einem Jahr habe ich nicht bei keinem Lied.

Lena? Ist gereift. Was erwarten wir von einer jungen Frau, die nach dem Abitur in das Berufsleben eintritt? Stillstand? Ich habe einen Sohn im gleichen Alter. Sein erstes Jahr nach dem Abi war ein geistiges Reifejahr wie kein anderes.

Ob “wir” gewinnen, wieder alle “Lena” werden? Ist doch egal! Es treten über 40 Nationen an. Da sind wir erst in vier Jahrzehnten wieder an der Reihe. Chancenlos sind wir mit Sängerin und Lied sicher nicht.

Neid? Ich mag diese Neiddiskussion nicht. Natürlich sind nur die anderen neidisch. Ich wünschte, ich könnte besser singen, wäre musikalischer, könnte zeichnen … . Aber: Ich schätze meine eigenen Fähigkeiten wert, akzeptiere meine Grenzen und würde sie nicht gegen andere Fähigkeiten tauschen.