Deutschland zieht sich aus NATO-Operationen im Mittelmeer zurück1

Dass die Regierung der Resolution nicht zustimmen konnte oder wollte mag manchem verständlich sein. Dass wir uns aber der Durchsetzung eines Waffenembargos durch die NATO2 auch nicht beteiligen, ist schwer verständlich. Friedfertiger – weniger militärisch – als das Überwachen des Seeraumes, Beobachten der Handelsschiffsströme, Abfragen der Schiffe nach Güter, Herkunft und Ziel, Kontrollen im Einvernehmen mit dem Eigner und Kapitän sowie bei Verdacht Umlenken in einen anderen Hafen durch die Marine kann eine „militärische“ Operation kaum sein. Dies ist eher eine polizeiliche Maßnahme, denn eine militärische.

„Deutschland zieht sich aus NATO-Operationen im Mittelmeer zurück1weiterlesen

Enthaltung – Nicht Fisch, nicht Fleisch!

Hätte mir gestern jemand erklärt, Deutschland wird sich bei der Abstimmung im Sicherheitsrat enthalten, hätte ich nur den Kopf über so viel Dummheit geschüttelt. Ich muss mich für meine Regierung entschuldigen. Ich habe bei der letzten Wahl einen Fehler gemacht. Leider sind die Alternativen auch nicht besser.

„Enthaltung – Nicht Fisch, nicht Fleisch!“ weiterlesen

Hetze? Menschenjagd?

Sicher musste der Karl-Theodor zu Guttenberg sich einiges anhören. Mit seiner Liebe zur Wahrheit hat er es sich zum Teil selbst zuzuschreiben. In diesem Zusammenhang von Hetze, Menschenjagd oder Zerstörungsfeldzug zu sprechen, ist jedoch deutlich fehl am Platze.

Wenn der Vater, Enoch zu Guttenberg, in diesem Zusammenhang von Menschenjagd spricht, dann kann ich dies in gewissem Rahmen noch verstehen. Der Ministerpräsident Baden-Württembergs Stefan Mappus (CDU) entgleist jedoch, wenn er feststellt: „Aber angesichts dessen, was Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin im Bundestag gemacht haben, liegt der Vater von Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner Feststellung nicht so ganz falsch.”1

Wenn dies Menschenjagd war, was war die Judenverfolgung im Dritten Reich?

Was eine Menschenjagd ist (oder war, auch außerhalb des 3. Reiches), ist bei der UNESCO2, hier, hier, hier oder als leichtere Lektüre im Roman „Die Sklavenkarawane“ von Karl May nachzulesen. Wem das nicht reicht, der frage Google einfach nach „Menschenjagd -Guttenberg“.

Vielleicht kann sich Herr Mappus auch ein paar Gedanken zu der Menschenjagd in Libyen machen und sich der Frage von Walter Bau, „Greift der Westen ein?“, widmen3. Oder: Woher hat Gaddafi seine Waffen? Deutsche Soldaten erschossen von deutschen Gewehren G36!4 Sicher, gegen die Menschenjagd auf zu Guttenberg wäre das in Libyen ein Lappalie.

Volksverdummung ist eigentlich nicht der Auftrag der Politiker, aber was erwarte ich von Geschädigten des förderalen Bildungssystems5? Als Deutsche sollten wir mit diesen Worten sorgsamer umgehen.


  1. LVZ: Mappus findet den Begriff der „Menschenjagd“ auf Karl-Theodor zu Guttenberg „nicht ganz falsch“; by ots/presseportal.de; 06.03.2011; >>
  2. VN-Jahr 2004 Sklaverei – gestern und heute?; Online-Magazin der Deutschen UNESCO-Kommission
    Ausgabe 1; Januar 2004; >>
  3. Walter Bau: Libyen – Greift der Westen ein?; derwesten.de; 25.02.2011; Walter Bau>>
  4. NRWZ online; Grässlin vermutet illegale Rüstungsexporte; G-36 Gewehr aus Oberndorf in Libyen?; 05.03.2011, 20:02:13 Uhr; >>
  5. Dieser polemischen Anmerkung konnte ich mich leider nicht enthalten.

Sollten einige Fußnoten nicht oder nicht richtig gesetzt sein, bitte ich um Hinweis. Es ist zwar nicht Absicht, aber meinem nicht ausreichenden Korrekturlesen geschuldet.