Nextcloud startet nicht

Der Nextcloud-Client als Linux-App-Image startete nicht unter meinem Debian 9.5. Durch einen hilfreichen Tipp konnte ich den „Fehler“ umgehen.

Auto configuration failed
140170236831680:error:25066067:DSO support routines:DLFCN_LOAD:could not load the shared library:dso_dlfcn.c:185:filename(libssl_conf.so): libssl_conf.so: Kann die Shared-Object-Datei nicht öffnen: Datei oder Verzeichnis nicht gefunden
140170236831680:error:25070067:DSO support routines:DSO_load:could not load the shared library:dso_lib.c:244:
140170236831680:error:0E07506E:configuration file routines:MODULE_LOAD_DSO:error loading dso:conf_mod.c:285:module=ssl_conf, path=ssl_conf
140170236831680:error:0E076071:configuration file routines:MODULE_RUN:unknown module name:conf_mod.c:222:module=ssl_conf

Hier fehlt – aus welchen Gründen auch immer – die OPENSSL_CONF Variable. Diese kann per Hand mit

export OPENSSL_CONF=/etc/ssl/

oder der Eintrag wird am Ende der .bashrc eingefügt.

OpenSSL sollte eigentlich auf keinem System fehlen. Wenn doch mit

sudo apt install openssl

installieren.

S/MIME Verschlüsselung in Kontact und Kmail

Heureka!

Heute habe ich es endlich geschafft die X.509 Verschlüsselung unter Linux in Kontact / Kmail einzurichten. Meine früheren Bemühungen waren mangels Kommunikationspartner extrem halbherzig. Noch bin ich nicht ganz am Ziel, aber für meinen Zweck reicht es im Moment. Da viele Firmen Public Key Infrastuctures einführen, kann sich ein Mitarbeiter verschlüsselte Nachrichten an das private Postfach senden. Die IT-Sicherheit wird es freuen ;-).

Hier eine kleine Beschreibung des Weges.

  1. Mit TinyCA2 eine eigene CA eingerichtet.
  2. Ein eigenes Zertifikat erzeugt und in Kleopatra importiert
  3. Fremde Zertifikate importiert.
  4. Erster Versuch der Verschlüsselung schlug wegen mangelnder Vertrauenswürdigkeit der Zertifikate fehl. Schlüssel konnten nicht den Kontakten zugeordnet werden.
  5. Ein Schlüssel-Server für die Revocation Lists half nicht.
  6. Probiert einen Weg zu finden, die Vertrauenswürdigkeit zu ändern. Leider waren alle Meüeinträge für X.509 grau.
  7. Gegooglet – nichts hilfreiches gefunden – weiter gegooglet – im Forum versteckte Lösung gefunden. Keine Lust zum Anmelden, also noch mehr googeln.
  8. Endliche ein Hinweis auf gpg-agent und dem Parameter allow-mark-trusted in ~/.gnupg/gpa.conf sowie die Datei ~/.gnupg/trustlist.txt gefunden.
  9. Die vertrauenswürdige Keys in trustlist.txt angefügt, allow-mark-trusted eingefügt und siehe da es klappte. Leider an zwei Schrauben gedreht.
  10. Eine Schrauen zurück andere gedreht und siehe da, dass Geheimnis ist die Datei trustlist.txt.
  11. Befehl zum Anfügen der Keys in der trustlist.txt verfeinert.
  12. Beitrag geschrieben

Kleines Script um alle importierten Keys in die Datei trustlist.txt aufzunehmen.

trustthemall.sh

#!/bin/sh

gpgsm –list-keys 2>/dev/null \
| egrep ‚(fingerprint|Issuer)‘ \
| sed ‚/fingerprint/ s#:##g; /fingerprint/ s#$# S#;s#^.*fingerprint ##;/Issuer/ s!^!#!‘ \
>>~/.gnupg/trustlist.txt

Das Einrichten der eigenen CA mit Hilfe der grafischen Anwendung von TinyCA2 ist ein Kinderspiel und selbst erklärend. Die Software findet sich hier. Es geht zwar auch händisch mit openSSL, wenn man etwas mehr Schlüssel verwalten und Zeit sparen will, rate ich davon ab.


Meine – öffentlichen – Zertifikate
CA-Certificate
Mein X.509 Zertifikat