Der Wallstreet Trick

Zum Wallstreet Trick habe ich schon einige Artikel geschrieben. In Erfahrungsberichte Binary Code: Julia Herberstein und Co hatte ich dargelegt, dass ich zu den angeblichen Namen der Personen keine passenden realen Personen finden konnte. Außer einem eindeutigen Stock-Foto des Azubi oder des HaJo Erzbach hatte ich keinen (für mich stichhaltigen) Beweis dafür, dass auch die Werbefilme mit Schauspielern gedreht wurden.

Mein Wunsch, einen der Schauspieler ausfindig zu machen, hat sich heute erfüllt. Ich musste gar nichts dafür tun. Ein Schauspieler hat sich bei mir per E-Mail gemeldet.

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Binäre Optionen: Statistische Bestätigung meiner Betrachtungen

Im dem Artikel Binäre Optionen hatte ich einige Betrachtungen über die Gewinnwahrscheinlichkeiten angestellt. Dank Frankys Kommentar bei „Gegen die ‚Wallstreet Trick‘ Abzocker: Die miesen Machenschaften von Wallstreet Trick“ habe ich jetzt eine kleine statistische Bestätigung für meine Betrachtungen. 22 gewonnene, 17 verlorene und 2 unentschiedene Trades (insgesamt 41) passen sehr schön zu meinen Berechnungen. Gewinnwahrscheinlichkeit (ohne unentschieden) 56%. Passt!

BTW: Immer alles kritisch prüfen. Banc de Swiss hat – entgegen eines anderen Kommentars bei „Gegen die ‚Wallstreet Trick‘ Abzocker“ – ein Affiliate Programm. (Banc de Swiss: We Love Affiliates)

Norbert beklagt sich in den neusten Mails unter dem Betreff „mein Anwalt wird sich jetzt darum kümmern….“ über Trittbrettfahrer,

Nun haben irgendwelche Trittbettfahrer mich kopiert und bieten einen völligen Bullshit an!
Das kann nicht sein – deshalb kümmert sich nun der Anwalt darum!

Ob er wirklich Trittbrettfahrer hat? Wäre doch zu ärgerlich, wenn das Super-Affiliate Programm nach den Pyramiden-Prinzip nicht funktioniert. Wer die Kunden Banc de Swiss, AnyOption und Co auf direktem Wege zuführt, spart die Gewinnbeteiligung von „Norbert“.

Gute Nacht

Update 05.03.2014
Unter GuteFrage.net: Hat Jemand Erfahrung mit „Auto Binary EA? habe ich noch ein paar Beispiele gefunden, die meine Vermutungen bestätigen.

Der Wallstreet Trick und seine Vermarktung (3)

Ungefähr 35% der über Google kommenden Besuche dieser Seite betreffen das Thema „Wallstreet Trick“. Mich wundert, welch großes Interesse dieses Thema findet. ich denke, die Mühe mit den Artikeln hat sich gelohnt.

Weitere Betrachtungen finden sich auch auf der Seite „Gegen die ‘Wallstreet Trick‘ Abzocker“.

Über diese Seite habe ich den Link zum Affiliate-Programm gefunden. Die Aussagen zur den Gewinnmöglichkeiten bei Affiliate Programmen halte ich für übertrieben. Aber Werbung lebt von der Übertreibung. Interessant finde ich den zwischen Wallstreet Trick und Casino Werbung hergestellten Zusammenhang:

SEO: Alles zum Thema Geld, Finanzen und Casino konvertiert sensationell! Forex, Finanzen, Geld verdienen, Internetmarketing und alles rund um Casino können wir mit rekordverdächtigen Quoten in Kunden umwandeln. Casino deshalb weil vor allem 60-Sekundentrades gerne von Strategiespielern herangezogen werden.

Der letzte Satz scheint mir glaubwürdig. Ja, 60-Sekundentrades sind reines Glücksspiel. Bei Online Casinos kenne ich wenigstens die Gewinnchancen.

Irgendwo hatte ich etwas über Onlinewerbung für Casinos gelesen, finde es aber nicht so schnell wieder. Danach waren auch Online Casinos kein leicht kinderleicht verdientes Geld.

Genug für heute.

Der Wallstreet Trick und seine Vermarktung (2)

Vor zwei Tagen fand ich folgenden Text als Kommentar eines angeblichen Patrick, der mir irgendwie Bekannt war, zu meinem Artikel Binäre Optionen (2):

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Der Wallstreet Trick und seine Vermarktung

Heute bin ich auf der Suche nach dem Wallstreet Trick auf eine Seite gestoßen, die zur Zeit bei der Google Suche ganz oben steht. Die Artikel des Blogs „Online Produkt Infos – Online Geld verdienen“ von Kurt Bach haben mich irritiert. Leicht kritisch, wird der Wallstreet Trick am Ende doch positiv bewertet. Etwas Orientierung gab mir sein Artikel vom 26. Mai 2012 über Affiliates in Katrellen, Syndikaten und Mafiastrukturen…[1] in dem er sich über einen Artikel im tagSEOblog auslässt. Den Erleuchtung bringenden Abschnitt aus Kurt Bachs Artikel möchte ich hier kurz zitieren:

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  1. [1]Rechtschreibfehler habe ich mit Copy and Paste übernommen

SPAM: der Videobeweis: 4.575,- Euro in 7 Tagen als Einsteiger

Zur Zeit nervt Norbert WST mit Werbung für den Binary Code oder auch als Wallstreettrick (oder Wallstreet Trick) bekannt. Da auch Spam versenden etwas kostet ist es eigentlich dämlich mich innerhalb von wenigen Stunden auf einer E-Mail-Adresse zu nerven.

Während des Schreibens hat Norbert wohl eine Geschlechtsumwandlung zur Claudia vollzogen. Wen Claudia / Norbert wohl mit der Begutachtung des Videos beauftragt hat? Oh, ich sollte den Trick ja nicht weiter sagen. Dass ist jetzt aber Pech.

Zum Binary Code und den Videos habe ich schon folgenden Artikel geschrieben:

Darüber, was von diesen sogenannten Videobeweisen zu halten ist, habe ich mich beim Thema Roulette ausgelassen. Eigentlich ist mit einem Wort alles gesagt: Nichts!
Aus den gesammelten Mails konnte ich folgende Domains filtern:

  1. 24optionclicks.com
  2. clubgoldwin.net
  3. networkprompt.com
  4. newsflashmedia.net
  5. superiormails.net
  6. targetsmarketing.net

Dabei verwenden 24optionclicks.com und networkprompt.com den selben Wert für Parameter M. Der Rest verwendet ebenfalls den gleichen Wert für M. Damit werden die Mails wohl aus zwei Adressdatenbanken gespeist. Da die Links zu www.make-money-de.com und www.derbinarycod.net nicht direkt aufgerufen werden, verdienen hier wohl einige Partner (Affiliate) mit.

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Erfahrungsberichte Binary Code: Julia Herberstein und Co

Die Liste der Erfahrungsberichte angeblicher, erfolgreicher Anwendern des Binary Code wird langsam länger. Dank Anmeldung flattern mir die Newsletter täglich ins Postfach. Die Mail verseien auf Videos angeblicher Anwender der Binary Code. Diese ca. zwei Minuten langen Videos bedeuten einen erheblichen Aufwand, ein System zu bewerben. Dafür, dass die Tipps „100% kostenlos“ (gibt es auch 50% Kostenlos) angeboten werden, ein erheblicher Aufwand, der sich irgendwie wieder einspielen muss. Aber HaJo Erzbach hat es ja genug Kohle.

In den meisten Erfahrungsberichten wird nur der Vorname und Wohnort genannt – damit hat der Leser wenig Möglichkeiten, die Aussagen zu validieren. Nicht ungewöhnlich, kennen wir aus der Werbung. Der glaube nicht, dass die angebliche Zahnarztfrau sich ihre Zähne nur mit der beworbenen Zahncreme oder Zahnbürste putzt. In der Fernsehwerbung ist wohl jedem klar: Die angeblichen Interviews sind gestellt oder bestellt. Kurz: Alles Schmuh!

Das Strickmuster der Videos ist immer gleich: Zuerst ungläubig, trotzdem versucht und dann tolle Gewinne gemacht. Trotzdem meine Frage:

Sind die Berichte auf the-binary-code.com gefaked?

Auf der Sammelseite der Erfahrungsberichte werden nur drei Personen mit Nachnamen genannt:

  1. Julia Herberstein, Wirtschaftspublizistin
  2. Mike Kroesswang, Berlin
  3. Markus Winter, Stuttgart

Ladies first:

Julia Herberstein, Wirtschaftsublizistin

Eine Suche bei Google ergibt: Außer dem YouTube Video über den Binary Code hat sie offenbar noch nichts publiziert. Im Adressverzeichnis gibt es eine Julia Herberstein in Wien, aber sonst finden sich herzlich wenig Treffer. Eine Julia zu Herberstein weilt seit 120 Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Für eine Wirtschaftspublizistin sind dies herzlich wenig Treffer. Eine Suche über ähnliche Bilder des Bildes gab auch nichts verwertbares. Stock Videos sind mir noch nicht bekannt.

Mike Kroesswang, Berlin

Auch zu Mike (oder Michael) Krösswang ergeben sich fast nur Treffer zum Binary Code. Über die YouTube Videos unter Der Wallstreet Trick – Anwenderbericht findet sich noch ein älterer Herr namens Herbert Krosswang (ohne „e“ nach dem „o“). Auch hier hier findet sich kein Hinweis, dass es einen Menschen diesen Namens in Berlin gibt.

Update 01.02.2013
Gestern hat sich der Schauspieler, der den Herbert Krosswang darstellt, gemeldet. Mehr dazu gibt es hier.

Markus Winter, Stuttgart

Zu Markus Winter in Stuttgart ist die Suche auch nicht ergiebig. Der Hip-Hop-Musiker Maeckes ist 30 und nicht 19 Jahre alt und sitzt nicht im Rollstuhl. Ansonsten wirft die Suche 2 Millionen Treffer aus. Dies sind etwas zu viel des Guten.

Auf YouTube

Über 25 bis 30 Sekunden lange Youtube Videos unter „Der Wallstreet Trick – Anwenderbericht“ (oder Erfahrungsbericht) finden sich weitere Anwender mit Vor- und Nachname sowie Wohnort.

  1. Mag. Horst Albrecht, Mönchengladbach
  2. Cornelia Weiss, Berlin
  3. Markus Winterer, Hamburg
  4. Renate Sachsen, Berlin
  5. Alice Reinisch, Hamburg
  6. Sven Barth, Köln
  7. Werner Bahr, Dortmund
  8. Antonia Sperrl, Mannsheim
  9. Annemarie Becker, München

Auch hier liefert das Telefonbuch kaum einen Hinweis, dass diese Personen so heißen und in dem Ort leben. Den Ort Mannsheim kennt Google nicht, aber es könnte sich natürlich auch um Mannheim handeln. Antonia Sperrl ist ein sehr außergewöhnlicher Name, es gibt keine sinnvollen Treffer. Scheinbar werden die Namen sehr sorgfältig gewählt, um keine zufällige Verbindung zu realen Personen herzustellen.

Zuerst fiel mir auf, dass Renate Sachsen aus Berlin und Alice Reinisch aus Hamburg im gleichen Raum aufgenommen wurden – dazu vergleiche man die Schäden in der Tür. Diese Beobachtung veranlasste mich, auch andere Erfahrungsberichte zu vergleichen. Siehe da, der Vergleich der Erfahrungsberichte zeigt: Einige Videos wurden aus ähnlichen Kamerapositionen am gleichen Ort mit verschiedenen Personen aufgenommen. Dafür mussten die Darsteller weit anreisen und die berichteten Gewinne beziehen sich nur auf die ersten Wochen und sind eher bescheiden. Ob alle am gleichen Ort aber in verschiedenen Räumen aufgenommen wurden? Wahrscheinlich, ich kann es aber nicht beweisen. Die meisten Videos wurden am 3. Juli 2012 hochgeladen, andere am 17. Juli 2012. Eines der Videos vom 17. Juli ist nur ein Zusammenschnitt aus anderen Videos. Ich spare mir die Mühe, mir weitere Videos anzusehen.

Warum sollten die Protagonisten in den Videos realer sein als HaJo oder David Erzbach oder der Azubi Wolfgang K.? Vielleicht kennt ja der eine oder andere die wahre Identität der angeblich so erfolgreichen Broker.

Vielleicht sollte ich die Angebote der Schauspielagenturen in Erwägung ziehen. Aber: Wozu sollte ich den Aufwand betreiben?

Genug für heute. Gute Nacht.

Binäre Optionen

Im Zuge der Untersuchungen, ob es sich bei HaJo Erzbach um eine reale Person oder einen Fake handelt und – wenn es ein Fake ist – woher die Fotos stammen, habe ich mir auch einen der empfohlenen Broker, AnyOption™, und dessen Seite angeschaut. Toll, wie einfach ein Ertrag zwischen 65 bis 71% erzielt werden kann!

Wo ein Käufer ist, muss auch ein Verkäufer sein. Binäre Optionen wachsen nicht auf Bäumen. Wo ein Gewinner 71% gewinnt, da hat entweder jemand 71% verloren, oder es gibt viele kleine Verlierer! Es muss mindestens einen Verlierer geben. Wenn ich dauerhaft der Gewinner sein soll, wer ist dann dauerhaft der Verlierer? Welcher Trottel erklärt sich freiwillig bereit, fortlaufend viel Geld an andere – mich – zu verlieren? Gehen wir der Sache auf den Grund.

Wo kommen also diese hohen Gewinne her? Gibt es sie überhaupt?

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