Spam: Copyop

Mit dem Betreff Beginnen Sie mit dem sozialen Trading, kopieren Sie die besten Händler der Welt oder Weltneuheit findet 3 Millionen Mitglieder in 1 Monat flattern seit Wochen Spam-Mails ins elektronische Postfach und landen zielsicher im Spam-Ordner. Heute habe ich mir die E-Mails näher angeschaut. Es könnte ja etwas daran sein! Nein, Spaß bei Seite, es ist natürlich nichts dran. Dies ist ein Affiliate-Programm und jemand verdient sein Geld damit, dass andere ihm auf den Leim gehen. Aber schauen wir uns zuerst die E-Mail an:

Hallo,

wir stellen copyop vor, die Gemeinschaft für soziales Handeln. Einfach folgen und die besten Händler der Welt kopieren.

Beobachten und kopieren Sie andere erstklassige Händler in einer viel Spaß versprechenden und nutzerfreundlichen sozialen Gemeinschaft. Wählen Sie aus der Empfehlungsliste einfach die besten Händler aus und kopieren Sie diese. Sie können tatsächlich durch die Handelsaktionen anderer Gewinne erzielen, auch wenn Sie nicht eingeloggt sind!

copyop ist für jedermann geeignet!

Es ist gleichermaßen perfekt für Neulinge und Experten. Neueinsteiger kopieren die Experten und die Experten profitieren davon. Jeder kopierte Handel und jeder neue Follower beschert Ihnen kostenlose copyop-Münzen, die in echtes Geld eingetauscht werden können. Dies ist für beide Seiten von Nutzen! Jeder hochrangige Händler kann nur bis zu 50 Kopisten um sich versammeln – beeilen Sie sich also und greifen Sie sich den Besten!

Copyop ist verfügbar im Internet und auf dem Handy (für iOS- & Android- Smartphones und Tablets).

Beginnen Sie mit dem sozialen Trading

Ihr copyopTeam

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80legs

80legs ist ein Web-Crawler, der ab und an meine Seiten besucht. Gegen einen entsprechenden Obulus kann ein registrierter Nutzer den Crawler mit einer spezifischen Suchanfrage beauftragen. Im Prinzip bekommt nur der Kunde das Ergebnis zu sehen, der auch dafür bezahlt hat. Wenn ich die Beschreibung richtig verstanden habe, kann ein Kunde bestimmen, welche Seiten durchsucht werden sollen, welchen Links wie tief gefolgt werden soll, usw. Auf die gefundenen Seiten kann – neben allgemeinen Suchkriterien – ein vom Kunden spezifiziertes Programm angewandt werden. Damit lässt sich mit diesem Crawler ganz spezifisch nach bestimmten Inhalten oder Dateien suchen.

Die Case Study: IP Protection by Monotype Imaging gibt einen kleinen Hinweis darauf, dass 80legs Kunden unter anderem gezielt nach Urheberrechtsverstößen (IP bedeutet in diesem Fall Intellectual Property) suchen.

Wer ein Durchsuchen seines Servers nicht möchte, der kann dies über die robots.txt verhindern. Wie der Crawler arbeitet ist in einem Wiki beschrieben. Danach identifiziert sich der Crawler als 008 mit dem aktuellen Firefox Release. Ganz unten auf der Seite, im Abschnitt Web-Masters, ist beschrieben, wie das Crawlen auf der eigene Seite unterbunden werden kann. Dazu ist folgender Eintrag in der robots.txt erforderlich:

User-agent: 008
Disallow: /

Im Gegensatz zum Pixray-Bot[1][2] ist das Verhalten und die Arbeitsweise des Crawler bei 80legs sehr gut erläutert. (Die Firma Pixray sollte sich daran ein Beispiel nehmen.)

Mir ist noch nicht ganz klar, welchen Gewinn ich als Betreiber eines Servers davon habe, dass 80legs kundenspezifisch bei mir sucht und ich Prozessorkapazität und Bandbreite dafür spendieren muss. Ich glaube ich habe nichts davon.

Bei 50.000 Rechnern ist eine Sperrung über IP-Adressen aussichtslos. Wenn die, weil das Geschäftsmodell wegen zu viel „gesperrter“ Seiten nicht funktioniert, werden sie ihre Bedenken über Bord werfen und die robots.txt ignorieren. Watt dann?

Gute Nacht!

Und natürlich:

Kölle Alaaf!

  1. [1]Siehe „Der Pixray-Seeker wird lästig“
  2. [2]Siehe „Unfreundliche Web-Crawler aussperren“