Freifunk in Rheinbach (7)
Neue Domäne

Heute nur ein Kurze Info: Für den Freifunk in Rheinbach gibt es eine neue Domäne www.freifunk-rheinbach.de (bisher freifunkrheinbach.de).

Die Knoten-Karte des Freifunk Knoten im Rhein-Sieg-Kreis ist unter map.freifunk-rheinbach de zu erreichen. Momentan ist es nur eine Spiegelung der Karte map.freifunk-rhein-sieg.de.

Freifunk in Rheinbach (6)
Firmware Umstellung


Die ersten Freifunk-Router in Rheinbach wurden mit der Firmware der Freifunker in Köln, Bonn und Umgebung (KBU) ausgerüstet. Im Zuge der Gespräche mit der Stadt Rheinbach wurde klar, dass die Stadt rechtliche Vorbehalte gegen diese Lösung hat. Diese Vorbehalte betreffen vereinfacht den Status des KBU als Dienstleister gemäß §2 Telemediengesetz und der Anwendbarkeit des §8 hinsichtlich der Störerhaftung. Da die Stadt diese Bedenken gegenüber dem Verein „Freifunk Rheinland e.V.“ nicht hat, haben wie – die Freifunker in Rheinbach – beschlossen, uns den Vereinen „Freifunk Rheinland e.V.“ und „Freie Netzwerker“ im Rhein-Sieg-Kreis anzuschließen.

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Firmware Umstellung“
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Freifunk in Rheinbach (5)
Zugriff per SSH

Verwaltung eines Router per SSH
Verwaltung eines Router per SSH

Vorbemerkung

Aufstellen eines Freifunkrouters ist recht einfach. Router kaufen, Firmware durch Freifunk-Firmware ersetzen. Neustarten und fertig. So ein Router verlangt ab und zu einem Update. Er kann seine Position und Kontaktadresse enthalten und weitermelden. Die könnte sich auch mal ändern. Vielleicht muss die genutzte Bandbreite geändert – reduziert – werden, weil der Internetanschluss des Betreibers durch die vielen Gäste blockiert wird. Oder es läuft gleichzeitig ein verschlüsseltes WLAN auf dem Router und das Password müsste mal geändert werden. So ganz einfach muss es also nicht sein.

Nicht jeder möchte oder kann sich selbst um diese Aufgaben kümmern. Aus diesem Grunde bin ich der Frage nach gegangen, wie kann ich eine größere Zahl Router, die über die Stadt verteilt sind, zentral von meinem Arbeitszimmer aus verwalten? Allein zwei Router, die ich betreue stehen im evangelischen Gemeindezentrum; weitere dürften folgen.

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Zugriff per SSH“
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Freifunk in Rheinbach (4)
Oder 9V = 5V?

In den letzten Tagen habe ich viel mit verschiedenen Freifunklösungen der kbu.freufunk.net, des Freifunk Rheinland e.V. und der Freifunker Rhein-Sieg experimentiert. Bei der Recherche stieß ich auch auf eine Technikseite, auf der verschiedene Lösungen diskutiert wurden, einen Router per Batterie oder Akku mit Strom zu versorgen.

Schön wäre es, wenn ich einen Router an mit einer 9 Volt Batterie, am USB-Anschluss am Notebook oder am Zigarettenanzünder im Auto betreiben könnte. Nur 5 Volt sind keine 9 Volt. In einer Physikklausur wäre ich mit der Antwort, ob 5v oder 9V ist doch egal, Hauptsache das Ergebnis stimmt nicht durchgekommen. Aber den Berichten nach zu schließen, besteht Hoffnung, dass für einen TP-LINK TL-WR841N 5=9 gilt.

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Oder 9V = 5V?“
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Freifunk in Rheinbach (2)


Die Reichweite meines TP-LINK TL-WR841ND mit zwei 9 dB Antennen.
Die Reichweite meines TP-LINK TL-WR841ND mit zwei 9 dB Antennen.
Wie versprochen setze ich die Serie über den Freifunk in Rheinbach heute fort. Dabei möchte ich mit einer Ergänzung zu meinem TP-LINK TL-WR841ND anfangen.

Reichweite getunter TP-LINK TL-WR841ND

Wie bereits beschrieben habe ich meinen TP-LINK TL-WR841ND mit zwei 9 dB Antennen ausgerüstet. Auf dem Rückweg aus der Stadt habe ich heute die Gelegenheit genutzt, die Empfangsreichweite zu prüfen. Bei etwa 250m Entfernung auf der freien Sichtverbindung entlang Gartenweg / Koenenweg hatte ich mit meinem Smartphone Empfang und bekam eine IP-Adresse zugeteilt, was bei schwachen Verbindungen nicht selbstverständlich ist. Allerdings erzeugen 1 MBit/s bei mir keinen Geschwindigkeitsrausch. Aber wenn sich in der Nachbarschaft jemand findet, der einen weiteren Router aufstellt, könnte der Koenenweg sehr gut abgedeckt werden. Wozu? Ganz einfach: WLAN schont das Datenvolumen im Handytarif.

Einer der Router im Gemeindebüro der Evangelischen Kirche, ebenfalls ein getunter WR841ND, reicht 100m die Ramershovener Straße entlang bis Vor dem Voitgstor / Koblenzer Straße und stellt eine schwache Verbindung zum Router der Engler GmbH her. Letzterer ist auch an REVIDERM skinmetrics Rheinbach angebunden und geht über diese beiden ins Internet geht.

Registrierung der Nodes

Derzeit funktioniert die Registrierung der Router auf register.kbu.freifunk.net nicht. Deshalb verzichte ich hier auf Karten. Der Server register ist momentan nicht erreichbar und auf kbu.freifunk.net umgelenkt. Die Betreiber der Server sind von der Registrierung nicht sonderlich angetan. Angeblich hat das Register Fehler. Wenn ich mir die Software bei github ansehe, wundert es nicht, dass die Software jemals funktioniert hat. Bei mir läuft sie jedenfalls nicht. Bis die Fehler des Register beseitigt sind, müssen wir uns damit begnügen, ohne eine aktuelle Karte der Knoten auszukommen. Alternative wäre die Firmware einer anderen Freifunk Community zu nutzen.

Tipp: Privates Netz auf dem Freifunkrouter

Ich möchte hier nicht das Wiki bei freifunk.net kopieren, aber einigen Aspekte möchte ich hervorheben.

Wer seine eigenen Geräte (Drucker, Smartphone, …) in einem verschlüsselten privaten WLAN betreiben will, benötigt keinen zweiten Router. Mit dem folgenden Script aus dem WiKi kbu.freifunk.net kann ein verschlüsseltes WLAN parallel zum Freifunk WLAN eingerichtet werden.

uci set wireless.wan_radio0=wifi-iface
uci set wireless.wan_radio0.device=radio0
uci set wireless.wan_radio0.network=wan
uci set wireless.wan_radio0.mode=ap
uci set wireless.wan_radio0.encryption=psk2
uci set wireless.wan_radio0.ssid=“$SSID“
uci set wireless.wan_radio0.key=“$KEY“
uci set wireless.wan_radio0.disabled=0
uci commit
wifi

Die Einrichtung auf dem Router erfolgt über ssh. Dort müssen entweder die Befehle eingeben oder als Datei per scp auf den Router kopiert werden. Die Parameter $SSID und $KEY , der Schlüssel für die Verschlüsselung, müssen natürlich vorher durch die eigenen Werte ersetzt werden.

Bei mir lief es etwa wie folgt:

scp PrivateWLAN root@ff1:/etc/dropbear/
ssh root@ff1
. /etc/dropbear/PrivateWLAN
exit

Zu beachten ist, dass die gelben Ports des Routers dem Freifunk-Netz zugeordnet sind. Wer also seinen Rechner an einen gelben Port anschließt, macht ihn öffentlich zugänglich, was in der Regel nicht gewollt sein wird.

Genug für heute. Ich wünsche noch einen schönen Sonntagabend!

Freifunk in Rheinbach

Seit ein paar Tagen betreibe ich einen Freifunkknoten (offenes WLAN). Freifunk steht für freie Kommunikation in digitalen Datennetzen. Freifunker verstehen frei als öffentlich zugänglich, nicht kommerziell, im Besitz der Gemeinschaft und unzensiert. Dabei beschränkt sich Freifunk nicht auf drahtlose Netze (Wireless Local Area Networks (WLAN)), auch wenn diese einen wesentlichen Teil der Anbindungen der Endgeräte ausmachen. Aber wer mehr darüber wissen will, der lese bei freifunk.net nach.

Um mich an dem Freifunknetz zu beteiligen habe ich einen alten TP-LINK TL-WR841N V7 und einen neuen TP-LINK TL-WR841ND V9 zum Freifunkrouter umgebaut. Am WR841ND V9 habe ich die 5 dBi Antennen durch die zwei 9 dBi Antennen eines alten Edimax BR-6428nS ersetzt. Leider gibt es für den Edimax keine OpenWrt Firmware. Er wäre ein kleiner, kompakter Router. Warum gleich zwei? Der alte Router hat nur feste 3 dBi Antennen und damit eine geringe Reichweite. Aber zum Spielen und Ausprobieren ist er ausreichend.

TP-LINK TL-WR841ND
Mit zwei 9 dB Antennen getunter TP-LINK TL-WR841ND

Für die Evangelische Kirchengemeinde in Rheinbach habe ich einen neuen TP-LINK TL-WR841ND V9 und einen alten TP-LINK TL-WR941ND V2/V3 zum Freifunkknoten umgebaut. Warum wieder zwei? Weil die Reichweite der Router nicht reicht das Gemeindezentrum abzudecken. Der Internetzugang liegt an einer ungünstigen Stelle und Kabel ziehen kam nicht in Frage. Der erste Router ist ans Internet angeschlossen, der zweite Router findet seinen Weg ins Internet über den ersten Router.

Auf die Router habe ich die Firmware der Freifunker Köln, Bonn und Umgebung (FF-KBU) aufgespielt. Dadurch sind die Router an die „Infrastruktur“ der FF-KBU angeschlossen. Auf den Routern läuft neben dem öffentlichen Netz noch ein privates, verschlüsseltes Netz, so dass der Freifunk kein Brot frisst, weil ich die Router auch für die Versorgung der Ebenen des Hauses brauche.

Mehr dazu, Erfahrungen mit der Installation und Tipps folgen in weiteren Artikeln. Jetzt sage ich: Gute Nacht