OpenSuSE 12.1

Wer openSuSE 11.4 mit KDE und Kontact / Kmail nutzt, dem kann ich nur dringend raten, von einem Update auf 12.1 die Finger zu lassen. Kmail ist mit der Umstellung von 1.x auf 2. derart fehlerhaft, dass es für eine produktive Umgebung absolut ungeeignet ist. Auch ein Update der in 12.1 enthaltenen Version 4.7.x Version auf 4.8.0- über die Original Repositories von KDE bringt keine ausreichende Abhilfe. Durch die Verschiebung der Mails in ein MySQL Datenbank gibt es auch keinen einfachen Weg zurück.

So viel Schrott auf einen Haufen habe ich in den letzten 10 Jahren nicht erlebt. Wie konnte diese Software aus überhaupt aus dem Beta Stadium kommen?

Facebook is following you

You have 4 lost messages on Facebook
Facebook Spam
Heute habe ich mir eine weitere facebook Spam E-Mail angesehen. Kmail zeigt mir grundsätzlich nur den Textteil an und lädt keine Quellen aus dem Internet. Facebook Originale haben einen Text- und einen HTML Teil. durch meine Einstellungen bekomme ich den HTML-Teil nie sehen. Nur die Spam Mails verzichten aus gutem Grund auf den Text-Teil. In diesem Fall verweist kmail mangels Alternativen auf den HTML-Teil. Für den Screenshot und um zu sehen, wie die Spam E-Mail ohne diese Sicherheitseinstellungen aussieht, ließ ich – nach Entschärfen des Inhaltes – die E-Mail im Inline-Browser darstellen.

Nur ein Link führt zu facebook, die anderen auf Seiten des Absenders. Dieses Verhalten kenne ich schon. Es interessierte mich heute nicht. Heute wollte ich dem HTML-Code zu Leibe rücken. Der erwies sich bis auf das Ende als langweilig. Gegen Ende fand ich folgendes Konstrukt:


<img src="http://www.facebook.com/email_open_log_pic.php?mid=[..]" style="border:0;width:1px;height:1px;" />
<bgsound src="http://www.facebook.com/email_open_log_pic.php?mid=[..]&sa" volume="-10000"/>

Hier werden offensichtlich Dateien von facebook nachgeladen. Es handelt sich hier um PHP-Script, das mit dem ersten Abruf ein transparentes GIF-Bild in der Größe 1×1 Pixel und mit dem zweiten eine Sound Datei zurück liefert. Wenig sinnvoll, diese minimale Information mit einem solch großen Parameter zu steuern, wenn man im Hintergrund nicht noch mehr beabsichtigt. Der Name deutet auf die Absicht hin: Hier soll verfolgt werden, ob der Nutzer die Mail geöffnet hat. Mit dem Abruf des für den Nutzer unsichtbaren Bildchen und Sound kann die E-Mail nach Hause telefonieren. Was dann dort wohl alles registriert und gespeichert wird? Auf Web-Seiten wäre dazu noch Javascript und mindestens ein Cookies erforderlich. Diese Dinge sind nicht im Code enthalten. In einer individuellen Mail ist dies nicht erforderlich, da der Absender weiß, wem er die E-Mail schickt und für jeden Adressaten einen individuellen Schlüssel generieren kann.

„Facebook is following you“ weiterlesen

E-Mail Verschlüsselung unter Lotus Notes – Fortsetzung

Ein wenig probieren, auch mit anderen Adressaten, und die Tatsache, dass einige Mails richtig ankamen, brachte mich die letzten Tage einer Lösung der Frage näher, warum in kmail nicht alle s/mime verschlüsselten Mails automatische entschlüsselt werden (siehe hier).

Auf einigen Wegen kamen die Mails richtig an, auf anderen falsch. Im Thunderbird wurden sie immer entschlüsselt. Dies veranlasste mich im RfC 2633 nachzulesen. In Kapitel 3.8 ist beschrieben, wie ein Client einen s/mime Anhang erkennen soll. Siehe da, kmail müsste den Anhang auch anhand des Dateinamens und der Endung p7m, p7s oder p7c erkennen. Der RfC berücksichtigt bereits, dass es Gateways gibt, die mit s/mime nichts anfangen können und aus pkcs7-mime einfach octet-stream machen. Vermutlich ist der Lotus Notes Client nicht der Verursacher, denn er würde es jedes Mal falsch machen, sondern ein nicht richtig konfiguriertes Gateway, das auf dem Weg der Mail durch den Dschungel des Netzes steht.

Eine Prüfung meiner /etc/mime.types ergab: Hier fehlte für application/pkcs7-mime der Eintrag einer Dateinamenserweiterungen. Zufügen half nicht (ich hatte keine Lust auf einen Neustart, der Linuy-untypisch wäre.) Eine Kontrolle der Dateizuordnungen im konqueror zeigte: Auch hier war apllication/pkcs7-mime keine Erweiterung zugeordnet. Eine einfacher Eintrag half nur bedingt, weil jetzt kleopatra nicht damit umgehen konnte. Die Dame hielt die Datei für ein Zertifikat. Nun, dem konnte ich mit dem parameter –decrypt-verify statt –import abhelfen. Nur leider wird damit die Datei in kmail nicht in-line dargestellt, sondern nur entschlüsselt auf der Platte abgelegt. Da blieb mir nur, einen Bug Report (282882) bei Kde zu erzeugen.

So kann man auch den Abend verbringen.

Ein wunderbares Beispiel für das verzwickte Zusammenspiel von Rechnern und Protokollen.

Gute Nacht.

PS: Thunderbird macht es richtig. Evolution muss ich nochmal ausprobieren.

Update: Ich sollte nicht so müde und spät Artikel schreiben. Hoffe, nach dem Korrekturlesen sind jetzt weniger Fehler drin und die Sätze flüssiger.

Facebook Spam

Schade Elaina, ich heiße nicht Dennis und auch nicht Georg. Die Emfängeradresse gehört mir nicht. Ein Blick den Quellcode zeigt: Ich bin mit einer GMX-Adresse unter den blind copy Adressen, die ich seit über sechs Jahren nicht zum Senden benutze, auch wüsste ich nicht, wer an diese Mail Adresse sendet – außer gmx oder deren „Kunden“.

Facebook ? Ein paar Abfragen über whois zeigen, Facemail.de hat nichts mit Facebook.com zu tun; und wahrscheinlich nichts mit dieser Spam, denn kein Link führt zu deren Seiten. Da sich auf der Seite www.facemail.de kein nennenswerter Inhalt befindet, ist diese Domain wohl nur reserviert, damit facebook vielleicht mal ganz viel Geld dafür zahlt, oder einfach nur mit einer horrenden Summe auf Unterlassung klagt. Mein Mitleid mit dem Domaininhaber hält sich in Grenzen. Den Bauernfänger dürfte es gleich sein.

„Facebook Spam“ weiterlesen

Disclaimer oder Angstklauseln

E-Mail Disclaimer erfreuen sich einer wachsenden Beliebtheit. Automatisch als Signatur angehängt muss man sich keine Gedanken mehr darüber machen. Sie beruhigen das eigene Gewissen und vergeuden unnötig Speicherplatz. In einem großen Unternehmen mit Millionen Mails pro Tag kommen schnell einige Hundert Megabyte pro Tag zusammen. Oft sind die Disclaimer länger als der eigentliche Inhalt. Gelesen und beachtet werden Disclaimer nie, weil sich alle dran gewöhnt haben. Verbindlich für den Empfänger sind sie auch nicht. Heute erhielt ich eine Mail, aus deren Inhalt (z.B. Anrede) nicht hervorging, ob ich der richtige Empfänger bin, was mich zu folgender, leicht verfremdeter Antwort veranlasste.

Sehr geehrter Herr Meier-Müller,

ich habe heute die anliegende Mail erhalten. Aus dem Disclaimer geht hervor, dass Sie annehmen, ich könnte nicht der richtige Adressat Ihrer Mail sein oder diese Mail irrtümlich erhalten haben.

Aus Ihrer Mail geht nicht hervor, ob einer dieser Fälle zutreffen könnte. Zwar habe ich einen entsprechenden Antrag gestellt, allerdings könnte dies auch für andere Antragssteller zutreffen.

Falls ich der falsche Adressat bin oder die anliegende Mail – aus welchen Gründen auch immer – mir irrtümlich zugestellt wurde, bitte ich um Mitteilung.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Arend
[Schnipp – Schnapp]

************************************************************
Dieses Dokument wurde elektronisch erstellt und trägt daher
keine Unterschrift.
************************************************************
Diese E-Mail enthält vertrauliche und/oder rechtlich geschützte
Informationen. Wenn Sie nicht der richtige Adressat sind oder diese
E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren Sie bitte sofort den
Absender und vernichten Sie diese Mail. Das unerlaubte Kopieren
sowie die unbefugte Weitergabe dieser Mail ist nicht gestattet.
[Schnipp – Schnapp]
************************************************************

Ich frage mich, ob es sich lohne könnte auf derartige Disclaimer mit einer automatischen Anfrage an den Absender zu generieren.

Dies ist eine automatische Anfrage und ohne Unterschrift gültig.
Anliegende Mail wurde von mir empfangen. Sollte ich diese Mail irrtümlich erhalten haben oder nicht der richtige Adressat sein, bitte ich um Rückruf, da eine Mail einen unendlichen Regress erzeugen könnte.

Sollten sie nicht der ursprüngliche Absender sein, fühlen Sie sich bitte an Ihren eigenen Disclaimer gebunden. Ach, der stammt ja nicht von Ihnen. Tun Sie es trotzdem.

Mit freundlichen Grüßen

Der automatische Mailbeantworter

Aber ob’s hilft?


Links

http://www.angstklauseln.de/

E-Mail Verschlüsselung unter Lotus Notes

Neben der in Lotus Notes eigenen Verschlüsselung der Dokumente / Mails kann man auch die S/MIME Verschlüsselung mit dem cryptovision Plugin cv act s/mail nutzen – wenn man die Software denn hat. Vorteil ist, dass nicht nur Lotus Notes Empfänger in den Genuss der Verschlüsselung kommen.

Nachdem sich Outlook oder K-Mail nutzende Empfänger meiner aus Lotus Notes 7.0.3 verschickten Mails beklagt haben, dass nur eine Datei smime.p7m als Anhang angezeigt wird, bin ich am Wochenende der Ursache auf den Grund gegangen. Schicke ich eine mit cv act s/mail S/MIME verschlüsselte Lotus Notes an eine Internet Adresse, dann wird die Mail unter K-Mail nicht als S/MIME verschlüsselt erkannt. Ein Vergleich mit einer erkannten Mail zeigte, dass dies Ursache ein falscher Content-Type ist. Irgendwo bei der SMTP Konvertierung setzt Lotus Notes (oder das cv act plugin) folgenden Content-Type:


Content-type: application/octet-stream;
  name="smime.p7m"

Richtig ist der folgende Eintrag:


Content-type: application/pkcs7-mime;
  smime-type=enveloped-data;
  name="smime.p7m"

Eine Korrektur des Content-Type bestätigt den Verdacht. Da es mühsam ist die Mails zu speichern, im Editor zu korrigieren und wieder in K-Mail zu importieren, habe ich einen kleinen Filter mit sed geschrieben, der die Korrektur auf Knopfdruck erledigt. Als Filterregeln bieten sich an:

  1. X-Mailer enthält: Lotus Notes Release 7.0.3 September 26, 2007
  2. Der Nachrichtenvorstand enthält: smime.p7m
  3. Der Nachrichtenvorstand enthält nicht: pkcs7-mime

Installation:

  1. Zip-Archiv herunter laden
  2. In ~/bin oder /usr/local/bin extrahieren
  3. Neuen Filter in K-Mail einrichten

Wer es nützlich findet, spendiere mir bei Gelegenheit einen Latte Macchiato.


Downloads:

  1. Patch-SMIME.zip

Mails ausdrucken und in Bilder verwandeln

Hier kurz ein kleiner Tipp wie unter Linux und kmail aus einer Mail ein Bild wird.

  1. Schritt: Ausdrucken
    Mail im Postscript-Format in eine Datei ausdrucken. Kurze Mails ggf. auf A5 statt A4 ausdrucken. Eventuell Ränder vorher anpassen.
  2. Schritt: Umwandeln
    Mail mit dem Script ps2png (siehe unten) ausdrucken. Ggf. ist das Papierformat auch hier umzustellen.
#!/bin/sh

gs -dBATCH -dNOPAUSE -q \
    -sDEVICE=png256 \
    -sPAPERSIZE=a4 -r300 \
    -sOutputFile="`basename \"$1\" .ps`.png" "$1"