Wann akzeptieren wir ein Risiko?

Vor 20-Jahren hab ich einer Seminararbeit zur Risikogesellschaft1 von Ulrich Beck geschrieben. Ich bin kein Soziologe und habe einen Teil seiner Theorie aus der Sicht eines Informatikers und Systemwissenschaftlers betrachtet. Leider ist die Arbeit irgendwann verloren gegangen. Ich erinnere mich nur, dass aus meiner Sicht von seiner der Nutzwertanalyse entlehnten Betrachtungsweise zu Entscheidungen nicht viel praktisch nutzbares übrig blieb. Gestern und heute habe ich Ulrich Beck: Weltrisikogesellschaft angefangen zu lesen. Ich fürchte, der Text liefert keinen wesentlichen Betrag zur allgemeinen Diskussion, weil zu abgehoben und nur für eine Minderheit verständlich.

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Sind Kernkraftwerke sicher?

GAU ist die Abkürzung für „größter anzunehmender Unfall“, auch Auslegungsstörfall genannt. Er bezeichnet den größten Unfall, für den die Sicherheitssysteme noch ausgelegt sein müssen. Die Sicherheitssysteme müssen in einem solchen Fall gewährleisten, dass die Strahlenbelastung außerhalb der Anlage die nach der Strahlenschutzverordnung geltenden Störfallgrenzwerte nicht überschreitet.1

Die Antwort ist natürlich nein, wenn man 100%ige Sicherheit erwartet.

Wenn der damalige Bundesminister Riesenhuber nach dem Reaktorunglück von „Tschernobyl“ feststellte, dass deutsche Kernkraftwerke (KKW) „absolut“ sicher seien, dann suggeriert diese Aussage eine 100%ige Sicherheit, die nicht geben ist, nicht gegeben sein kann. In seinen FAQ zu „Tschernobyl“1 stellt das Bundesamt für Strahlenschutz dazu fest:

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Nur der Vollständigkeit halber

Bild Schlagzeile vom 13.03.2011
Bild: Horror-Beben und Super-GAU

Natürlich gibt es bei Angesichts des Erdbeben in Japan wichtigeres als die Schlagzeilen der BILD. Aber zu einer nüchternen Analyse gehören auch nüchterne und vor allem exakte Worte. Was soll ein Super-GAU sein? Staunen mit offenem Mund ist wenig zielführend.

Ich frage mich, wie können wir den Japanern helfen. Angesichts des Umfangs der Katastrophe. Aber darüber möchte ich nicht unter einer BILD-Überschrift nachdenken.