Piraten Pad Plugin

Auf der Suche nach Stellungnahme der Parteien zum Staatstrojaner bin ich auch auf das Piraten Pad gestoßen. Etherpad ist ein ganz nette Software. Der Hinweis, wie man den Inhalt eines Pad im Text-Format mittels php in eine Web_Seite einbinden kann, brachte mich auf die Idee, ein kleines Plugin für WordPress zu schreiben.

Leider werden bei dem Text-Export keine Formatierungen, insbesondere Streichungen, dargestellt.

Hier als das Ergebnis des heutigen Tages der Entwurf einer Traueranzeige für Dennis Ritchie (Version 0.1).

(Der folgende Beitrag aus dem PiratenPad ist dynamisch und gibt den aktuellen Stand der Bearbeitung – ohne das Streichungen sichtbar sind – zur Zeit des Aufbaus dieser Seite wider. In einem öffentlichen Pad kann jeder seine Ideen einbringen. Der folgende Teil gibt daher nicht unbedingt meine Meinung wieder.)

Aktuell aus dem PiratenPad.de

Piratenpartei trauert um Dennis Ritchie

Am 8. Oktober 2011 verstarb, von der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet, Dennis Ritchie, der wie kaum ein anderer die Fundamente der modernen IT mitgestaltet hat.

Ritchie entwickelte zusammen mit Brian W. Kernighan und Ken Thompson die Programmiersprache C maßgeblich mit, die zusammen mit ihren Derivaten einen Großteil aller Betriebsysteme und Anwendungen codiert.
Ritchie und Kernighan schrieben gemeinsam das Buch The C Programming Language, welches auch heute noch als Standardwerk für diese Sprache gilt.

Ein weiterer wichtiger Teil seines Lebenswerks war die Mitwirkung an den Urversionen von Unix. Auf das zusammen mit Ken Thompson und vielen anderen Menschen erstellte Werk basieren die heutigen Betriebsysteme Mac OS X, iOS (beide Apple), Irix (SGI), Solaris, Sun OS (beide Sun Microsystems, heute Oracle), OS9 (IBM), Free BSD, Unicos (Cray Supercomputers)… Das vielgenutzte Linux von Linus Torvalds ist eine Neuerstellung, die aber weiterhin auf die von Dennis Ritche ersonnenen Schnittstellen zurückgreift.

Für die Entwicklung von Unix wurde Dennis Ritchie zusammen mit Ken Thompson 1983 mit dem Turing Award geehrt, der für das Informatiker eine ähnliche Bedeutung hat wie die Fields-Medaille für Mathematiker oder der Nobelpreis für Physiker, Chemiker und Mediziner. Ihm wurden darüber hinaus weitere bedeutende Preise für seine bedeutenden Forschungsergebnisse im Bereich der Computersprachenentwicklung zuerkannt..

Seine Arbeiten definieren grundlegende Fundamente der IT-Welt und werden für die Ausbildung und die tägliche Berufsausübung eines Informatikers über den heutigen Tag hinaus noch lange Gültigkeit behalten.

Mit besonderem Ärger wird die Nichtberichterstattung öffentlich-rechtlicher und privater elektronischer Medien zu Kenntnis genommen, auch und gerade im Vergleich zur Berichterstattung über einen kürzlich verstorbenen IT-Firmengründer.

Der Harvardabsolvent (Physik und angewandte Mathematik) arbeitete von 1967 bis zum Ende seines Berufslebens 2007 in den Bell Laboratories.

Dennis Richie wurde 70 Jahre alt.

PS: Eine angemessene Würdigung in der öffentlichen Berichterstattung hätten wir uns gewünscht.

E-Mail Verschlüsselung unter Lotus Notes

Neben der in Lotus Notes eigenen Verschlüsselung der Dokumente / Mails kann man auch die S/MIME Verschlüsselung mit dem cryptovision Plugin cv act s/mail nutzen – wenn man die Software denn hat. Vorteil ist, dass nicht nur Lotus Notes Empfänger in den Genuss der Verschlüsselung kommen.

Nachdem sich Outlook oder K-Mail nutzende Empfänger meiner aus Lotus Notes 7.0.3 verschickten Mails beklagt haben, dass nur eine Datei smime.p7m als Anhang angezeigt wird, bin ich am Wochenende der Ursache auf den Grund gegangen. Schicke ich eine mit cv act s/mail S/MIME verschlüsselte Lotus Notes an eine Internet Adresse, dann wird die Mail unter K-Mail nicht als S/MIME verschlüsselt erkannt. Ein Vergleich mit einer erkannten Mail zeigte, dass dies Ursache ein falscher Content-Type ist. Irgendwo bei der SMTP Konvertierung setzt Lotus Notes (oder das cv act plugin) folgenden Content-Type:


Content-type: application/octet-stream;
  name="smime.p7m"

Richtig ist der folgende Eintrag:


Content-type: application/pkcs7-mime;
  smime-type=enveloped-data;
  name="smime.p7m"

Eine Korrektur des Content-Type bestätigt den Verdacht. Da es mühsam ist die Mails zu speichern, im Editor zu korrigieren und wieder in K-Mail zu importieren, habe ich einen kleinen Filter mit sed geschrieben, der die Korrektur auf Knopfdruck erledigt. Als Filterregeln bieten sich an:

  1. X-Mailer enthält: Lotus Notes Release 7.0.3 September 26, 2007
  2. Der Nachrichtenvorstand enthält: smime.p7m
  3. Der Nachrichtenvorstand enthält nicht: pkcs7-mime

Installation:

  1. Zip-Archiv herunter laden
  2. In ~/bin oder /usr/local/bin extrahieren
  3. Neuen Filter in K-Mail einrichten

Wer es nützlich findet, spendiere mir bei Gelegenheit einen Latte Macchiato.


Downloads:

  1. Patch-SMIME.zip

Flashplayer und Firefox unter OpenSuSE

Das OpenSuSE immer etwas mit neuen Firefox-Versionen hinten dran ist, installiere ich ihn meist von Hand. Nach Update des Firefox beginnt jedes Mal das gleiche Spiel. Das Flashplayer-Plugin will nicht mehr. Installieren über den Firefox hilft nicht. Das Plugin wird nicht gefunden. Ursache ist bei mir, dass der Flash-Player nicht dort installiert wird, wo Firefox ihn erwartet und das Plugin Verzeichnis nach dem Update nicht existiert oder leer ist.

Unter OpenSuSE gibt es zwei Verzeichnisse /usr/lib/browser-plugins (32-bit) und /usr/lib64/browser-plugins (64-bit). Der Firefox sucht jedoch in der Regel im Verzeichnis /usr/lib/firefox/plugins bzw. /usr/lib64/firefox/plugins.

Nach meiner Erfahrung ist es nicht ratsam, die neue Version Firefox über die alte Installation zu kopieren. Daher benenne ich das alte Verzeichnis vor dem Kopieren nach firefox- um.

Um die lästige Nacharbeit der Plugin-Installation zu beschleunigen, hab ich mir jetzt ein kleines Script geschrieben.

Hier die Kurzfassung:

#!/bin/sh
mkdir -p /usr/lib64/firefox/plugins
pushd /usr/lib64/firefox/plugins
for P in /usr/lib64/browser-plugins/*
do 
   [ ! -e "`basename \"$P\"`" ] && ln -s "$P"
done
for P in /usr/lib/browser-plugins/*
do 
  [ ! -e "`basename \"$P\"`" ] && ln -s "$P"
done
popd

Für 32-Bit Versionen ist das Verzeichnis /usr/lib64 durch /usr/lib zu ersetzen. Grundsätzlich könnte man statt des Verzeichnis /usr/lib64/firefox/plugins einen Link auf /usr/lib64/browser-plugins/ anlegen. Diese Variante hat den Vorteil, dass man die Plugins, die Firefox nutzt, löschen kann , ohne die Installation im Verzeichnis /usr/lib64/browser-plugins/ zu ändern.

Etwas lässtig ist auch, den flask-player zu finden, wenn ein nicht nach /usr/lib64/browser-plugins/ installiert wird. Hier hilft ein locate libflashplayer.so oder find /usr/lib64 -name „libflashplayer.so“. Trotz 64-Bit findet sich auf meinem System nur eine Datei in /usr/lib/flash-plugin/. Ein entsprechendes 64-Bit Verzeichnis existiert nicht. Dies liegt daran, dass es noch keine stabile 64-Bit Version gibt. Ich lade mir am liebsten den Flash-Player von Adobe herunter, entpacke und installiere ihn manuell.

Direkter Flash-Player Download

Mutige können sich auch ein Adobe Flash Player „Square“ 64-Bit Pre-Release installieren.