Erster Urlaubstag erfolgreich überstanden

Der erste Urlaubstag war ausgefüllt mit Arbeit. Von der To-Do Liste für die nächsten Tage konnten wir – Karin udn meine Wenigkeit – einiges abarbeiten. Nachdem schon seit Wochen drei von vier „Birnen“ in einer Lampe den Geist aufgegeben haben – mir sagt ja keiner was -, neue Leuchtmittel gekauft. Im Preis-Leistungsvergleich fielen LED-Lampen durch. Schade. Aber 33€ für drei LED standen vier Halogenlampen für 15€ gegenüber. So oft brennt die Lampe nicht, dass die LED-Leuchtmittel sich amortisieren. Auch das Auto verlangt nach neuen Leuchtmitteln. Ist Hammer-Blue? wirklich so viel besser, dass ein Preisunterschied mit Faktor zwei gerechtfertigt ist? Außerdem ist eine noch heile. Links blau, rechts weiß? Dann lieber einheitlich: Weiß gewinnt.

Wirkliche Arbeit erzeugen zwei Pflanzen, die nur eine entstehende Lücke füllen sollen. Einmal gekauft, müssen die Pflanzen dringend eingepflanzt werden. Die Arbeit lässt sich nicht mehr aufschieben. Also müssen fünf Pflanzen ausgebuddelt und – einschließlich der neuen – sieben eingepflanzt werden. Die drei Pflanzen zeigen sich wenig kooperativ. Bin gespannt, ob sie die Umsetzung überleben. Am Ende ist der Nachmittag vorbei. Hätten wir dies nicht früher, an warmen Tagen, erledigen können? Dass der Vorgarten durch die Maßnahme deutlich gewonnen hat, kann ich nicht abstreiten. Aber hätte es nicht Zeit bis nächstes Jahr gehabt.

Jetzt muss noch die Garage aufgeräumt werden. Es wird Zeit, dass die Gartenmöbel im Keller verschwinden und Platz für das Auto machen. Können wir den Winter nicht mal überspringen?

Was sind Leerverkäufe?

Bei einem Leerverkauf veräußert der Verkäufer eine Ware, die er noch nicht besitzt. Dies ist möglich, wenn ein Handel eine spätere Lieferung zulässt. Was bei wikipedia recht komplex beschrieben ist, möchte ich etwas anschaulicher für den normalen Menschen beschreiben.

Die in der Finanzkrise verteufelten Leerverkäufe sind ein sehr sinnvolles Instrument des Handels, das nicht auf Aktien beschränkt ist. Zum Beispiel kann ein Bauer dem Müller heute die Getreideernte des nächsten Jahres (Leerverkauf, denn der Bauer hat das Getreide noch nicht) zu einem festgesetzten Preis verkaufen und muss das Getreide erst im nächsten Jahr liefern. Hierbei kann die Zahlung erst bei Lieferung oder sofort erfolgen. Für beide Seiten bietet dieses Geschäft Vor- und Nachteile. Der Bauer kann ruhig schlafen, weil er seine Ernte schon vor der Aussat zu einem für ihn angemessenen Preis an den Mann gebracht hat, der Müller schläft ruhig, weil der Nachschub für die Mühle im nächsten Jahr gesichert ist. Beide glauben, im Moment des Vertragsschlusses einen für sie günstigen Preis erzielt zu haben. Je nach Preisentwicklung kann das Geschäft sich für den einen oder anderen vor- oder nachteilig auswirken. Steigt der Preis, dann hat der Bauer zu billig verkauft, sinkt der Preis, hat der Müller zu teuer gekauft. Im Mittel werden sich die Vor- und Nachteile ausgleichen und beide Seiten erhalten als Gegenleistung Planungssicherheit. Da beide Seiten mit der Preisentwicklung spekulieren, sind sie auch Spekulanten. Der Bauer glaubt ferner, dass seine Ernte ausreichen wird, um seiner Lieferpflicht nachzukommen, der Müller glaubt, dass er das Getreide vollständig als Mehl verkaufen kann.

Neben diesem direkten Handel gibt es Zwischenhändler, die Getreide kaufen oder verkaufen, es aber nicht selbst mahlen oder anbauen. Die Händler spekulieren darauf, dass sie das Getreide zu einem späteren Zeitpunkt günstiger verkaufen oder kaufen können. Mussten vorher Müller und Bauer direkt miteinander handeln, müssen sie jetzt einen Zwischenhändler finden, der das Geschäft vermittelt. Natürlich wird der Zwischenhändler für seine Vermittlung eine Provision einstreichen wollen. Der Bauer bekommt etwas weniger, der Müller muss etwas mehr zahlen. Sie haben ihre Suche nach einem Käufer / Verkäufer auf den Zwischenhändler ausgelagert (out-sourcing). Der Zwischenhändler kann unterschiedliche Produktionsmengen zwischen vielen Bauern und Müllern koordinieren. Ein System zum Vorteil für alle Beteiligten.

Sind viele Zwischenhändler am Markt, werden die einen auf steigende und die anderen auf fallende Getreidepreise spekulieren. Die Leerverkäufe der Zwischenhändler ermöglichen es, dass sie sich gegenseitig Getreide verkaufen, ohne dass ein Bauer oder Müller beteiligt ist. Dieses noch nicht existente Getreide können sie täglich beliebig hin und her verkaufen. So wird sich ein Preis bilden, der die Erwartung wieder spiegelt, wie der Preis im nächsten Jahr sein wird. Bauer und Müller können zu jedem Zeitpunkt in das Geschäft einsteigen: Sie werden es tun, wenn sich ein nach ihrer Einschätzung für sie vorteilhafter Preis gebildet hat.

Sie können sogar mehr Getreide handeln, als die Bauern produzieren oder die Müller brauchen. Beispiel? Nehmen wir an 100 Bauern produzieren voraussichtlich 1.000 Tonnen (t) pro Jahr. Von zehn Zwischenhändlern glauben 5 die Preise steigen fünf glauben sie fallen. Jeder der auf fallende Preise setzt, kann eine beliebigen Menge, sagen wir 400 t, verkaufen. Wenn fünf Verkäufer 5 * 400 = 2.000 t verkaufen, dann ist dies das Doppelte der voraussichtlichen Produktion. Irgendwann werden die Verkäufer feststellen, dass sie mehr liefern müssten, als die Bauern ihnen verkaufen wollen. Sie müssen von den anderen Zwischenhändlern 1.000t Getreide zurückkaufen um ihren Lieferverpflichtungen nach zu kommen. Je näher der Zeitpunkt der Ernte kommt, haben die Aufkäufer das umgekehrte Problem, denn die Müller werden von 2.000 t nur 1.000 t abnehmen. Durch die Rückverkäufe werden die Positionen glatt gestellt. Vorteil für Bauer und Müller: Auch ohne Ernten findet laufend eine Preisbildung statt. Dies wäre ohne Leerverkäufe nicht möglich. Der Bauer müsste erst ernten und dann verkaufen.

Die Zwischenhändler tragen das Risiko der schwankenden Preise. Die einen werden Verluste machen, weil die Preise sinken, die anderen weil sie steigen. Insgesamt ist es ein Nullsummenspiel. Die Gewinne der einen Gruppe Zwischenhändler sind die Verluste der anderen. Damit dieses Prinzip dauerhaft gedeiht, müssen Bauer und Müller mit der Differenz zwischen dem Verkaufspreis des Bauern und dem Einkaufspreis des Müller die Kosten des Handels finanzieren. Und ist der Handel noch so klein, bringt er stets mehr als Arbeit ein. Aber nicht vergessen, am Ende der Kette muss der Brotesser die Kosten tragen.

Ein kleiner Haken ist, dass durch diese Leerverkäufe sehr viel mehr Getreide gehandelt wird, als tatsächlich produziert wird. Was sollte einen Zwischenhändler daran hindern, die gesamte Ernte oder ein Vielfaches davon zu verkaufen, wenn einer anderer bereit ist diese Menge zu kaufen? Fällt die Ernte schlecht aus,m sehen sich die Zwischenhändler Forderungen gegenüber, die sie nicht erfüllen können, ist die Ernte schlecht, bleiben sie auf Getreide sitzen.

Bei der Vorhersage der Ernte und damit des Preises im nächsten Jahr ist viel Bauchgefühl im Spiel. Wenn sich zu den Zwischenhändlern Leute gesellen, die von der Materie keine Ahnung haben und nur auf einen vermeidlich schnellen Gewinn aus sind, dann kann das System aus den Fugen geraten. Wenn jemand glaubt, dass die Preise steigen und deshalb aus seiner Sicht günstig kauft, wird der Preis steigen. Wenn er, weil sein Prognose sich als richtig erwiesen hat, weiter kauft, werden die Preise weiter steigen. Was weitere Käufe nach sich zieht. Dem Rennen ist nach oben keine Grenze gesetzt. Wenn nun ein realistischer Händler in diesen Kreislauf nach oben dosiert leer verkauft, dann wird der Markt heiß laufen und am Ende die Preise den Bach runter gehen. Schlecht für die, die dann noch auf Getreide sitzen.

Diese „Händler“ sind nicht wichtig für das System. Im Gegenteil. Sie sind schädlich und gehören aussortiert. Unser Mitleid und eine Rettung haben sie nicht verdient. Wer sie rettet, der fördert nur die Wiederholung. Hier ist Finanz-Darwinismus gefragt.

Man soll steigenden Kursen nicht hinter her rennen, ist eine alte Börsenweisheit, die sich nicht überall herum gesprochen hat. Da dem Preis nach unten die natürliche Grenze 0 gesetzt ist, funktioniert das unbeschränkte Rennen nicht mit fallenden Kursen. Die Hoffnung, es morgen billiger zu bekommen, endet früher, als der Glaube, es morgen teurer verkaufen zu können.

Politiker machen Front gegen die Banken

Paragraph 1: Schuld haben immer die anderen.

„Die zu geringe Kapitalausstattung von Banken könnte im schlimmsten Fall zu einer Pleite der Kreditinstitute führen, wenn riskante Geldgeschäfte zu platzen drohen.“1

Nun, Staatsanleihen galten bisher nicht als riskante Geldgeschäfte. Danke für den Hinweis: Ich werde umdenken!

„Politiker machen Front gegen die Banken“ weiterlesen

WP SPAM und CAPTCHA

Nachdem ich auf allen WordPress-Seiten ein CAPTCHA1 eingerichtet habe, sind die SPAM Einträge unter den Kommentaren auf Null runter gegangen. Sowohl der einfache CAPTCHA als auch der komplexere grafische Test wirken. Wenn ich nach diesen SPAM Kommentaren suche und sehe, wie viele Seiten sich nicht dagegen schützen kann ich nur den Kopf schütteln. (Ich gebe zu, auf einen bin ich auch reingefallen, denn er passte trefflich, da ich mit dem Facebook Button experimentiert habe.) Schmunzeln muss ich, wenn eine SPAM die vorherige kommentiert und Ketten entstehen – teilweise mit menschlichen Anmerkungen dazwischen.

Jetzt Frage ich mich, welchen der beiden Test ich den Vorzug geben sollte? Per Grafik oder nur alphanumerisch? Welcher ist für den Nutzer einfacher?


  1. CAPTCHA = Completely Automated Public Turing test to tell Computers and Humans Apart

Piraten Pad Plugin

Auf der Suche nach Stellungnahme der Parteien zum Staatstrojaner bin ich auch auf das Piraten Pad gestoßen. Etherpad ist ein ganz nette Software. Der Hinweis, wie man den Inhalt eines Pad im Text-Format mittels php in eine Web_Seite einbinden kann, brachte mich auf die Idee, ein kleines Plugin für WordPress zu schreiben.

Leider werden bei dem Text-Export keine Formatierungen, insbesondere Streichungen, dargestellt.

Hier als das Ergebnis des heutigen Tages der Entwurf einer Traueranzeige für Dennis Ritchie (Version 0.1).

(Der folgende Beitrag aus dem PiratenPad ist dynamisch und gibt den aktuellen Stand der Bearbeitung – ohne das Streichungen sichtbar sind – zur Zeit des Aufbaus dieser Seite wider. In einem öffentlichen Pad kann jeder seine Ideen einbringen. Der folgende Teil gibt daher nicht unbedingt meine Meinung wieder.)

Aktuell aus dem PiratenPad.de






Piratenpads abgeschaltet


Die Piratenpads sind abgeschaltet.

Nach langjähriger Dienste wurden die Piratenpads abgeschaltet und durch das CryptPAD ersetzt.


Der Bayern-Trojaner oder Die sichere Übertragung der Daten des Überwachten

Der CCC kritisiert die stümperhafte Methode der Verschlüsselung des Trojaners. Aber wie könnte man es besser machen.

Der Trojaner und C+C Server gesichert kommunizieren, müssen alle Nachrichten verschlüsselt und signiert werden. Dazu bietet sich ein asymmetrisches Verfahren (Public Key) höchsten ein Verfahren an. Ein symmetrisches Verfahren, wie beim Bayern-Trojaner ist ungeeignet, da es einen gemeinsamen Schlüssel für die Ver- und Entschlüsselung verwenden.

Grundprinzip

Ein Public Key Schlüsselpaar besteht aus offenen und geheimen Teilen. Zwei Kommunikationspartner benötigen zwei Schlüsselpaare.

„Der Bayern-Trojaner oder Die sichere Übertragung der Daten des Überwachten“ weiterlesen