Prof. Dr. Alexander Gabriel Friedmann und sein perfektes Roulette-System

Vergleich der Bilder
Vergleich der Bilder
Update 22.04.2014: Ich habe im folgenden Abschnitt den Backlink entfernt.

Die Seite Das perfekte Roulette System (perfektes-roulette-system dot net) ist eine Werbeseite (affiliate marketing) für Online-Casinos. Den angeblichen Professor und sein perfektes System habe ich schon früher in einem Artikel erwähnt. Aufgrund der Suchtreffer habe ich mir die Seiten nochmals angesehen. Die Seite wurde etwas aufgepeppt und läuft jetzt unter WordPress.

Natürlich kann niemand erwarten, dass eine Werbeseite für Online-Casinos ehrlich sagt: Spielen Sie zu ihrem Vergnügen, aber glauben Sie nicht, dass Sie etwas gewinnen.

Neben dem System habe ich mir heute die Bilder auf der Seite näher angeschaut. Zuerst schauen wir uns die Kommentare näher an.

Bernd Achen, 32 Jahre, Würzburg

Suchen wir nach dem Bild von Bernd Achen, dann finden wir, dass Mark Kemmerich das gleiche Profilfoto nutzt. Schaut man bei Facebook nach Mark Kemmerich, dann findet sich eine verblüffende Ähnlichkeit. Der gute Professor hat das Bild einfach geklaut.

Mit den anderen Bildern der angeblich zufriedenen Kunden ist es nicht so einfach. Ich spare mir die Zeit, die Quellen zu finden. Schwieriger und interessanter gestaltet sich die Suche nach den Bildern des Professors selbst.

Prof. Dr. Alexander Gabriel Friedmann

Nicht ganz so einfach war die Quelle für die Bilder des angeblichen Professors zu finden. Für das Bild im Kopf der Seite scheint die Google Bildersuche keine sinnvollen Treffer zu liefern. Die ähnlichen Bilder sind schier unendlich und passen überhaupt nicht. Erst auf den zweiten Blick fiel mir die Ähnlichkeit mit dem ganz vorne stehenden Stockphoto von auf. Schon verblüffend, wie Google von diesem aus mehreren Bildern zusammengesetzten Bild auf dieses Stockphoto schließt. Außer dem Kopf passt alles perfekt. Einfache Erklärung: Das Foto wurde weichgezeichnet und der Kopf im Stockphoto wurde ausgetauscht. Für den Kopf könnte folgendes Bild verwendet worden sein.

Auch das Profilbild war nicht auf Anhieb zu finden; aber nachdem ich das Bild auf das Gesicht reduziert hatte, fand die Google Bildersuche ein Foto bei thejewishmuseum.org von Matthew Baigell, Professor Emeritus of Art History at Rutgers University. Auch hier wurde das Bild geklaut und nachträglich bearbeitet, indem der Hintergrund durch Weiß ersetzt wurde.

Die angeblich perfekte Strategie

… strotzt nur von Fehlern. Bei einem Einsatz auf ein Drittel beträgt die Auszahlung, der Gewinn, nur zwei Einheiten. Wer 5 Euro auf ein Drittel setzt, bekommt zu seinem Einsatz 10 Euro ausgezahlt und nicht 15 Euro. Wie die Satzstrategie auf doppelte Chancen richtig wäre habe ich bereits unter Roulettestrategien widerlegen und Roulette: Die Überlegenheit der dreifachen Chancen nutzen!? beschrieben. Ich glaube, dies ist ausreichend.

7 Gedanken zu „Prof. Dr. Alexander Gabriel Friedmann und sein perfektes Roulette-System“

  1. Logi sagt den Zockern: Mit reiner Mathematik geht beim Roulette „Nichts.“

    Blaise verquickte gleiche Winkel mit Zahlen die das Gehirn des und der Zocker völlig vernebeln. Offensichtlich wusste Blaise um die Denkerinnen des Menschen. Es kann doch nicht sein, dass 300 Jahre niemand seine Tricks findet. Wie ist es möglich das keiner bemerkt, das es 10 rote, aber nur acht schwarze ungerade Zahlen gibt. Warum ist es im Pair gegenüber rot umgekehrt. die logi-sche Antwort erklärt das Tableau und weitere Mechanismen, die einmal aufgefunden, m. E. die herkömmlichen Casinos in den Abgrund zerren würden!

    Hat man dies begriffen sieht man hell und weiß in Etwa wann + was kommt, weil die 4 Chamäleons mit berücksichtigt werden. Chamäleons sind die 4 Zahlen (9+10 und 27+28), von denen man nicht sagen kann, ob sie gerade als „Gerade“ oder gerade als „Ungerade“ Zahlen fungieren.

    Die Quanten-Physik erklärt im Übrigen die Individual kräfte jeder einzelnen Kugel, die im Kessel zum Kreisel wird, ihren Schwerpunkt mit unterschiedlichem Geklapper findet u. irgendwann Richtung Stege kippt, um alsbald seine innere Exzentrik auszuleben… um sich anschließend aus der gerade anvisierten (Zahl / Fach), a la Münchhausen, selbst hinaus zu katapultieren.

    Den Kommentar von „Stiftung-Waren-Test“ zum Thema Roulette halte ich für unqualifiziert, weil hierzu keine neuen Fakten entstanden sind, geschweige denn, dass sie das Spiel , das aus raffinierter Manipulation besteht, überhaupt begriffen haben, jedenfalls meiner un- bescheidenen Meinung nach.

    Einmal das Raffinement und die einzig mögliche Angriff- Strategie begriffen, wird nicht nur das Finanzamt sauer…

    Von Logi, Eb-Day, den 28, 01. 2014

    1. Netter Kommentar 😉 Aber diese „Unregelmäßigkeiten“ haben keine statistische Bedeutung und lassen sich nicht ausnutzen. Die Aufteilung der Zahlen soll nur die Kesselgucker behindern.

      Es gibt noch mehr „Ungleichgewichte“ zwischen Rot und Schwarz man schaue sich nur die zweite Reihe mit den Zahlen 2, 5, … 35 auf dem Tisch an.

      Einziger erfolgversprechender Angriff: Seitenwechsel; Bank werden.

  2. Wollt ihr dem Typen noch helfen, indem ihr Backlinks zu der Seite postet? Ich würde mich echt super freuen, super Backlink im Super Artikel. Genial !!

    1. An dem Argument ist etwas dran. Normalerweise setze ich keine Links auf die Seiten. Bin mir nicht sicher, warum ich es damals trotzdem getan habe.

    1. Diese Testergebnisse sagen nichts aus, weil für einen Test zu wenig Simulationen. Ich kann auch mit 10 Befragten versuchen die nächste Bundestagswahl vorher zu sagen.

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