Farbige Büroklammern

Farbige Büroklammern
Farbige Büroklammern
Meine Lust an Stillleben kommt langsam wieder. Nach einigen Tausend Bildern bei Kultur im Hof war in den letzten zwei Monaten etwas die Luft raus. Dieses Bild entstand mit drei Blitzgeräten, die links rechts und oberhalb geordnet waren. Nach einigen Probeschüssen stimmte schließlich die Lichtverteilung zwischen den Geräten und ich war mit den Höhen und Tiefen im Bild zufrieden.

Ich liebe digitalen Film.

Weihnachtsgrußmuffel

Drei Kerzen
Drei Kerzen zur Adventszeit
Ich gebe zu, ich bin ein Weihnachtsgrußmuffel. Ob Facebook, Wer-kennt-wen, Ipernity, Twitter, E-Mail oder vorgedruckte – nicht-elektronische – Postkarten, von über all treffen Weihnachts- und Neujahrsgrüße ein. Die wenigsten werde ich beantworten.

Der moderne Grußsender nutzt im Zeitalter der multimedialen Kommunikation E-Mail, Facebook, Twitter oder andere „soziale“ Netzwerke. Zwei, drei Klicks und alle Kontakte wandern in die Adresszeile. Keiner ist vergessen. Noch ein oder zwei „geklaute“ lustige oder besinnliche Bilder, Videos oder PowerPoint Funnies hinzugefügt und die Gruß-E-Mail ist fertig. Die „Allen antworten“- Funktion stellt dann sicher, dass ich auch von mir Unbekannten Weihnachts- und Neujahrs-Rückgrüße erhalte. Sehr persönlich finde ich Mitteilungen in Esperanto, einer Sprache, die ich nicht verstehe. Dies ist eine Auswirkung der Kontakteritis bei Ipernity. Ich gestehe: Dies Mails – erkennbar am „Subject“ -lösche ich ungelesen.

Dann sind da noch die CNE-Mails (nie gehört? Commercial-Non-Electronic-Mails). Hochwertige, vorgedruckte Grußkarten der Firmen meist in mehreren Varianten mit vorgefertigtem Text und ein, zwei Unterschriften der Mitarbeiter oder Geschäftsführung. Manchmal mit einem handschriftlichen „Sehr geehrter Herr“ bei dem nicht klar zu erkennen ist, ob es der (die) Sekretär(-in) war. Zum Glück sind diese leicht erkennbar und landen kurz geöffnet im Papierkorb. Schade ums Geld. Heilig Abend im Klingelbeutel wäre es mir lieber. Vielleicht doch lieber E-Mails.

Wenn jetzt jemand fragt: „Warum meckerst du? Die letzten Jahre hast du es doch auch gemacht.“ Stimmt! Ich war so blöd – ich muss es aber nicht bleiben. Dieses Jahr verweigere ich mich. Kein Post bei Facebook und Co. Keine Massenpost.

Nehmen wir Ipernity. Jeder verewigt sich in jedem Gästebuch und bedankt sich artig für die Grüße. Immer wieder der gleiche Text. Strg-A, Strg-C und Strg-V. Oder er verschickt eine Mail an alle Kontakte, mit kleinen Bild inklusive Link. Dieses gegenseitige Glückwünschen fördert die eigenen Seitenbesuche und ein paar Faves um unter die „What’s hot“ zu kommen, fallen meist auch ab.

Aber es gibt auch Ausnahmen. Eine Mail meines Patenkindes mit einem Jahresrückblick und einen Ausblick ins nächste Jahr will beantwortet werden.

Auch wenn ich mich kleiner Abflüge eines schlechten Gewissens hin und wieder erwehren muss: Ich spiele nicht mit!

Trotzdem soll dieser Artikel nicht ohne die üblichen Wünsche enden. Und so hoffe ich, alle hatten eine gesegnete Weihnacht, und wünsche auf diesem Weg allen, die dies lesen oder nicht lesen, entschleunigte Tage bis zum Jahresende und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Die Erfahrung zeigt, meine Wünsche beeinflussen nicht die Zukunft.

Dinge, die sie nicht braucht, die aber an ihr schön anzusehen sind

Das Weihnachtsgeschenk ist gefunden. Eine Überraschung wird es nicht geben, weil wir den pragmatischen Weg gegangen sind: Wir sind zusammen zum Juwelier gegangen und sie hat ich habe mit ausgesucht. Da ich es auch nach 27 Ehejahren nicht schaffe, ihren Geschmack zu treffen, erspart dieses Verfahren eine gedämpfte Stimmung am Weihnachtsabend und einen Umtausch nach Weihnachten.

So richtig zufrieden bin ich mit dem Verfahren aber nicht.

Dinge, sie nicht braucht … und garantiert nicht haben will.

Was soll man seiner Ehefrau schenken? Schwere Frage. Also: Google fragen. Unter den Top Ten ist die Seite „So was will ich auch“. Ich kann mich dumpf erinnern, dass sie mich die letzten Tage mit Werbung im Radio nerven. Aber: Keine Vorurteile, vielleicht haben die ein paar nette Ideen. 109 „Weihnachtsgeschenke“ stehen zur Auswahl. Dessous, die will meine Frau bestimmt nicht – könnte sie aber gebrauchen, sind nicht dabei. Nach Durchsicht des Angebotes stelle ich fest: Dinge, sie nicht braucht … und garantiert nicht haben will.

Weiter suchen. Mir bleiben ja noch 18 Tage.

On-line bestellen und in der Buchhandlung abholen

Ich habe mir soeben einen Accout bei meiner Buchhandlung meines Vertrauens ein gerichtet. Natürlich kann ich auch bei Amazon bestellen, aber bei Amazon kann ich nicht ins Lager gehen und schnüstern. On-line Blättern kann das haptische Erlebnis des realen Blätterns nicht ersetzen. Meine Hoffnung – on-line bestellen und off-line abholen – wurde nicht enttäuscht. Da Rheinbach nicht so groß ist, komme ich fast jeden Samstags regelmäßig an der Buchhandlung vorbei. Oder meine Karin holt das Buch auf dem Rückweg von der Arbeit ab. Und: Keine Belästigung der Nachbarn durch den Postboten! Was will man mehr.

Der Plattenladen in Rheinbach hat schon mangels Kunden dicht gemacht. Wer in Zukunft in seinem Ort noch eine Buchhandlung mit Beratung vorfinden möchte, sollte dieses Verfahren in Erwägung ziehen.


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Buchhandlung Kayser