Straßenleuchten

Es wird langsam Zeit, dass ich wieder mehr fotografiere. Der Monat war bisher zu ruhig. Eine erste Gelegenheit bot der Spaziergang. Die Krokusse blühen dieses Jahr – kaum zu glauben – bereits im Januar. Doch für Blümchenknipserei war es deutlich zu kalt. Nicht nur bei den Krokussen zog sich heute alles zusammen. Mit Handschuhen fotografieren ist keine Freude. Der Sucher beschlägt sobald ich die Kamera an Mund und Nase vorbei zum Auge in den Anschlag hebe: Scharf stellen – Glücksspiel. Die Beute war entsprechend gering. Meine Orchideen werden gleich als Modell herhalten müssen. Im warmen Arbeitszimmer blühen sie mit kurzen Pausen das ganze Jahr.

Eigene IP Adresse unter Linux feststellen

Heute stellte sich mir die Frage, wie stelle ich am einfach die IP-Adresse des Rechners unter Linux fest. Eine Google-Suche führte zu Forenbeitrag mit immer neuen Vorschlägen bis hin zu Laufzeitvergleichen der Vorschläge. Wenn Linux Shell Freak in Fahrt kommen, kann sie keiner halten. Wahrscheinlich werden die gesparten Milli-Sekunden sich im Laufe der Jahre zu einen deutlichen Gewinn an Lebenszeit summieren.

Die Frage ist nicht ganz präzise gestellt. Ein Rechner hat immer die Loopback Adresse 127.0.0.1. Zudem kann ein Rechner mehrere Netzwerkkarten besitzen, denen wiederum mehrere IP-Adressen zugeordnet sein können. Im letzteren Fall erhalten die Netzwerkkarten allerdings zusätzliche Namen wie beispielsweise eth0:0, eth0:1. Auch ein VPN-Tunnel erzeugt eine virtuelle Netzwerkkarte mit einer eigenen IP-Adresse. Damit stellt sich die Frage: Welche IP-Adresse hätten Sie denn gerne?

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The Webalizer – Mehrere virtuelle Server verwalten und auswerten

Gestern habe ich recht spontan über die Absicherung der Statistiken des Webalizer geschrieben. Das Meiste lässt sich auf andere Programme ohne Probleme übertragen. Heute soll es um die Einrichtung mehrerer virtueller Server (VServer) unter Apache und die Auswertung der Log-Dateien gehen.

Apache Konfigurationsdateien

Liegen viele Virtuelle Server auf einem Web-Server, gilt es den Überblick durch Ordnung zu wahren. Auch wenn alles im Apache in einer Datei beschreibbar ist, empfiehlt es sich, für jeden Server eine eigene Konfigurationsdatei zu erstellen und mit dem Namen des Servers zu versehen. Da mehre Domains auf meinem Server liegen, nehme den Fully Qualified Domain Name (FQDN) des Servers mit in den Dateinamen. Die Definition eines Servers steht somit in der Datei:

/etc/apache2/vhosts.d/<servername>.conf

und ist meist recht spartanisch. Siehe dazu den vorherigen Artikel.

Apache Log-Dateien

In vielen Fällen schreibt der Apache alle Zugriffe in ein einziges Access log (/var/log/apache2/access_log unter OpenSuSE). Das Format der Log-Einträge kann frei definiert werden. Die Default-Einstellung protokolliert nicht mit, auf welchen VServer zugegriffen wurde. Mit einer Erweiterung der Log-Einträge um die ServerNamen kommt der Webalizer nicht zurecht. Die Konsequenz ist, dass für jeden VServer eine eigene Log-Datei angelegt werden muss. Für diese Log-Dateien verwende ich folgende Namenskonvention:

/var/log/apache2/vhosts/<servername>/access_log

Das Rotieren der Logs der VServer wird durch eine Datei /etc/logrotate.d/apache2.vserver gesteuert. Hier erzeuge ich nur eine Datei für alle Server.

(Einzelne Log-Dateien haben auch ihre Vorzüge.)

Es empfiehlt sich vor einem Rotieren des Logs dieses mit dem Webalizer auszuwerten, da sonst Einträge verloren gehen. Da eine Webalizer Auswertung recht lange dauern kann, sollte der Web-Server nicht gestoppt werden. Dadurch können einige Einträge für die Auswertung verloren gehen, aber dies sollte zu verschmerzen sein.

Webalizer Output Verzeichnis

Der Weebalizer erzeugt seien Report in einem Verzeichnis. Dort werden auch historische Daten gespeichert, um nicht laufend alle Log-Einträge auswerten zu müssen. Einmal zählen reicht. Um die Zugriffe leichter zu kontrollieren lege ich die Statistiken auf einem eigenen VServer ab, der unter

/srv/www/vhosts/<servername>/

gespeichert wird. Unterhalb des VServer-DocumentRoot lege ich für jeden VServer wieder ein eigenes Verzeichnis mit dem Servernamen ab. Z.B.:

/srv/www/vhosts/webalizer.excample.com/wiki.excample.com

Das spartanische php-Script index.php in diesem Verzeichnis liest die Unterverzeichnisse und erzeugt eine Übersichtsseite Seite mit Links zu den einzelnen Statistiken.

Webalizer Konfigurationsdateien

Nun gilt es die einzelnen Statistiken für die VServer zu steuern. Diese Webalizer Konfigurationsdateien werden unter

/etc/webalizer.d/<servername>.conf

abgelegt.

Konfigurationsscript

Um den alle VServer für den Webalizer einzurichten, habe ich ein kleines Script geschrieben, das die Verzeichnisse erzeugt und die Konfigurationsdateien anpasst bzw. fehlende erzeugt. Voraussetzung ist, dass alle VServer unter /etc/apache2/vhosts.d/ definiert sind. Das Script liest alle Konfigurationsdateien des Verzeichnisses und sucht nach Zeilen „ServerName …“ (wichtig Groß- und Kleinschreibung beachten) und erzeugt mit diesem Servernamen die Einträge. Der Haupt-Domain-Name wird aus dem ServerName Eintrag der default-server.conf genommen.

Das Script findet sich hier: download

Webalizer ausführen

Um den Webalizer regelmäßig auszuführen, startet Cron folgendes Mini-Script:

#!/bin/sh

for CONF in /etc/webalizer.d/*.conf
do
  webalizer -c "$CONF"
done

Damit soll es für heute gut sein. Genug für diese Nacht.

The Webalizer – Statistiken absichern

Wer einen Web-Server betreibt, der möchte – so wie ich – wissen, was so auf seinem Server vor sich geht. Welche Seiten werden besucht, wie viele, von wem, usw. Da bietet sich The Welalizer als Tool für die Auswertung der Access Logs an. Die Installation ist einfach, die Konfiguration auch. Dazu aber etwas in einem späteren Artikel. Hier möchte ich etwas über die Absicherung der Statistiken schreiben, weil mir auffiel, dass viele Administratoren die Statistiken nicht vor Zugriffen schützen.

„The Webalizer – Statistiken absichern“ weiterlesen

„Der ferne Klang“ von Franz Schreker – Opernhaus Bonn

Letztes Jahr hatte ich mir überlegt, dass anspruchsvolle Kultur zur Allgemeinbildung gehört und es an der zeit war, meinen Horizont zu erweitern. Kurz: Ein Opern, Operetten und Musical-Abo musste ins Haus. Der ausschließliche Genuss seichter Unterhaltung, wie Schauspiel, Comedy oder Kabarette, schien mir – angesichts der Nähe zur Beethoven-Stadt Bonn – nicht angemessen. Wer in den höheren Sphären mitreden möchte, muss sie erleben. Nach einer modernen Inszenierung von „Hair“ und „Der ferne Klang“ weiß ich: Er muss die erleiden.

Heute waren wir für einen von drei Aufzügen in der Oper „Der ferne Klang“ von Franz Schreker. Die Aufzüge zwei und drei wollten wir – meine Frau und ich – nicht mehr ertragen. Wenn dies hohe Kultur war, lasse ich mich gerne Kulturbanause schimpfen. (Nie hätte ich damit gerechnet, dass mir etwas so sehr missfällt, dass ich in der Pause gehe.)

Die Musik unterschied sich wenig vom Stimmen der Instrumente zu Beginn; die Texte waren schwülstig; die Stimmen, besonders die weiblichen, – höflich ausgedrückt – unverständlich und für meine Ohren zu hoch. Die Betonungen erinnerten mich an die Parodie einer Oper – ich glaube, es war Otto Waalkes. Vermutlich ist es im Sinne moderner Inszenierungen, dass die Leidenschaft der Sänger nicht auf mich, das Publikum, überspringt. In der Pause stellte sich nur die Frage, wie den anderen davon überzeugen, nach Hause zu fahren. Einfache Lösung: Überzeugungsarbeit war nicht erforderlich, denn ich war nicht allein mit meiner Meinung.

Ach ja, hier die Parodie von Otto Waalkes:

Wen wundert es?

Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik.
SPON: Glaubwürdigkeit: Die Medien und der böse Wulff – Eine Kolumne von Jakob Augstein

Von den Medien erwarte ich eine prüfbare und objektive Berichterstattung. Die kann ich in weiten Teilen nicht erkennen. Es wurde vorgerechnet, welchen finanziellen Vorteil Herr Wulff von den Krediten hatte und jeder selbsternannte Experte trieb die Spekulation höher, ohne mit einem Wort auf die Bonität und die finanzielle Gesamtsituation einzugehen. Jemand, der über – staatlich garantiert – 200.000 € im Jahr verdient, kann – auf Hartz IV gekürzt – den Betrag leicht in drei Jahren abzahlen. Doch es werden Vergleiche mit Geringverdienern, die diesen Kredit auch in Jahrzehnten nicht abtragen könnten, gezogen. Es wird so getan, als hätte Herr Wulff, nachdem er seit Jahrzehnten in den Spitzengehaltsgruppen des Staates, nahe der Armutsgrenze „vegetieren“ muss, keinen Cent gespart und sich mit dem Hauskauf finanziell überhoben.

Wie weltfremd muss man sein, um das zu glauben? Wie unverschämt dreist, um solch einen Eindruck ohne Belege verbreiten zu wollen?

Kein Wort dazu, wie viel Frau Geerken mehr von Herrn Wulff als von ihrer Bank bekommen hat. Diese Berichterstattung war doch nur tendenziös.

Erst am 6./7.1. gab es dazu einen Artikel im Generalanzeiger Bonn nach dem die Kreditkonditionen unauffällig sind. Leider hat diese Stellungnahme der Banken zu den Kreditkonditionen wenig Verbreitung gefunden. Passt offenbar nicht ins Bild.
Banken: Wulffs kreditkonditionen unauffällig

Als alles nicht für den Rücktritt reichte, wurden ein angebliche Telefongespräch lanciert. Nicht nachprüfbar, da weder der Mitschnitt noch eine Abschrift veröffentlicht werden. Und es finden sich überall Kommentar, die von bedrohen, beschimpfen, beleidigen usw. schreiben ohne auch nur ein Originalwort des Anrufen zu kennen bzw. gehört zu haben. Jeder muss in der negativen Bewertung noch eins drauf legen, nur keinen Beweis. Eine starke Behauptung ersetzt keinen Beweis!

Dazu in jedem Kommentar neue Mutmaßungen über Motive der Familien Wulff und Geerken.

Der Umgang des Bundespräsidenten mit der „Krise“ ist verbesserungswürdig. Die Berichterstattung und die Kommentare jedoch um einiges mehr. Vielleicht hätte sich alles bei professioneller Arbeit schnell als heiße Luft erwiesen.

Alles nährt den Verdacht, hier soll ein Skandal geschaffen werden. Wenn der nicht reicht, ist des der Umgang mit dem Skandal, der zum Skandal wird. Durch eine andere Finanzierung wird aus Herrn Wulff sicher kein besserer Bundespräsident.

Im Zweifel für die Medien? Ganz sicher nicht!

Böser oder guter Wulff? Wer will das angesichts der schlechten, wenig objektiven Berichterstattung fair beurteilen?

„Die Medien“ unversehens in der Krise? Wie schlecht sind „die Medien“, dass sei dies nicht vorhersehen konnten? Leser unter- oder sich überschätzt? (Man verzeihe mir Übernahme des Begriffes „die Medien“. Ich mag keine Pauschalurteile. Es darf sich jedes Medium seinen passenden Schuh suchen.)

Genug aufgeregt. Gute Nacht!

PS: Herr Jakob Augstein hat mit seinen Kommentaren sicher nicht zu seiner Glaubwürdigkeit beigetragen. Im Zweifel links? Ganz sicher nicht, und auch nicht rechts oder in der Mitte. Im Zweifel vorsichtig und zurückhaltend!

Bundespräsident Wulff im Interview

Ich hab mir das Interview mit unserem Bundespräsidenten angesehen. Ich finde, er hat seine Sache den Umständen entsprechend gut gemacht. Mehr ist bei all dem nicht drin.

Ich kann mich nicht enthalten, auch ein paar unmaßgebliche Anmerkungen zu dem Thema in den los zu werden.

Bei uns zahlen Freunde auch nicht für die Übernachtung und ich würde auch keine Rechnung stellen. Ein Angebot etwas zu zahlen würde ich als Beleidigung empfinden. Da scheint mir Frau Schausten eine seltsame Ausnahme.

Man muss für einen Kredit zum Hauserwerb keine Hypothek auf ein Haus aufnehmen, wenn genügend Werte in anderer Weise vorhanden sind. Bei zwei belastungsfreien Immobilien kann man nicht von einer 100% Finanzierung reden, wie einige Übereifrige es gern vorrechnen, sondern nur von 33%. Nun sollen Herr und Frau Wulff als Ministerpräsident ein privates Darlehen von Freunden bekommen haben. Der Zinssatz soll 4% betragen haben. Gut oder schlecht und für wen? Ein Finanzexperte rechnet vor, dass Herr Wulff bei einer Finanzierung über eine Bank zwischen 5 und 6,5% hätte zahlen müssen. Er rechnet leider nicht vor, wie viel oder wenig Zinsen Herr oder Frau Geerken von ihrer Bank bekommen hätten. (Wer dem Präsidenten vorwirft, dass er eine Frage nicht vollständig beantwortet hat, sollte hier nicht auch nur die halbe Antwort geben). Von 20.000 € bis 150.000€ Vorteil spekulieren und überbieten sich die Finanzexperten ohne über die Vermögensverhältnisse genau Bescheid zu wissen. Bei einem Jahresgehalt eines MP oder Präsidenten sind 500.000€ nicht sonderlich viel. Bei der Bewertung des Vorteiles kann muss man eher den niedrigsten Zinssatz zu Grunde legen. Der Privatkredit geht mit 4% meines Erachtens in Ordnung. Beide Seiten hatten ihren Vorteil. Wo die goldene Mitte liegt oder der reiche, väterliche Freund auf etwas Geld verzichtet hat, ist schwer zu bestimmen.

Das Wulff auf die Anfrage in Niedersachsen wahrheitsgemäß geantwortet hat, steht wohl außer Frage. Man zeige mir den Politiker, der die Frage anders beantwortet hätte. Bitte mit analogem Beispiel. Es gibt da ein Gesetz: Fragen werden richtig und präzise beantwortet, nicht weniger und niemals mehr. Was nicht gefragt wurde, wird auch nicht beantwortet.

Der Kredit der BW-Bank ist trotz der Sicherheiten sehr günstig. Die BW-Bank wird sich sicher noch zu ihren Kreditvergaben äußern. Aber da stehen ja noch viele Antworten aus.

Einen Vergleich mit dem Lügenbaron – halt, der hieß Münchhausen, den möchte ich nicht beleidigen. Also ein Vergleich mit dem bekannten Freiherrn der Neuzeit finde ich fehl am Platze. Mit dem schönen Sprichwort „Wer einmal lügt dem glaubt man nicht“ wird Herr Wulff leben müssen.

Warten wir die Antworten auf die vielen Fragen ab. Und dann zurück zum Alltag. Wir haben keinen Heiligen zum Präsidenten gewählt und werden auch künftig keinen Heiligen bekommen.

Für alle (Politiker), die jetzt auf dem hohen Ross sitzen und wenig Verständnis zeigen oder zeigen wollen: Man trifft sich immer zweimal.

Moneyplex und Cardreader

Nach vielen Updates läuft mein Moneyplex und der Cardreader ohne Probleme. Als Update zum Artikel Moneyplex mit Cardreader unter openSUSE 11.4 installieren hier die Liste der aktuellen Treiber unter OpenSuSE 11.4.

  • libpcsclite1-1.7.2-5.7.1.x86_64
  • libpcsclite1-32bit-1.7.2-5.7.1.x86_64
  • pcsc-ccid-1.4.5-29.1.x86_64
  • pcsc-ctapi-wrapper-0.3-2.1.x86_64
  • pcsc-ctapi-wrapper-32bit-0.3-2.1.x86_64
  • pcsc-cyberjack-3.99.5final.SP02-58.2.x86_64
  • pcsc-lite-1.8.1-68.1.x86_64
  • pcsc-openct-0.6.20-30.1.x86_64
  • pcsc-tools-1.4.17-1.5.x86_64

Wer es vergleichen möchte:

rpm -qa | grep pcsc | sort