SPAM: Vodafone Online Rechnung 57487 341247

Gerade flatterte eine Vodafone Online Rechnung in mein Postfach. Komisch. Ich bin nicht bei Vodafone. Der Inhalt war wie erwartet. Eine angebliche Rechnung in einem ZIP-Archive, die sich dürftig als PDF zu tarnen versucht.

Die Mail hat einen Text und einen HTML-Teil. der Text teil ist extrem schlecht formatiert.

Ihre aktuelle Online-Rechnung

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Dies ist eine automatisch generierte E-Mail. Bitte senden

Sie keine Antworten an diese Absender-Adresse.

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Ihre aktuelle Online-Rechnung steht für Sie bereit.

Die Gesamtsumme für den aktuellen Abrechnungszeitraum beträgt: 91,88 Euro.

Ihre Original-Rechnung finden Sie als PDF-Datei im Anhang dieser E-Mail.

Hinweise zu Ihrer Rechnung:

=> Sie können Ihre Rechnung unter http://www.vodafone.de/kunden/rechnungonline abrufen.

Bitte melden Sie sich mit Ihrem Online-Benutzernamen und Ihrem Passwort an.

=> Der Rechnungsbetrag wird frühestens 5 Tage nach Rechnungszustellung von Ihrem angegebenen Konto eingezogen.

=> Wo steht was auf Ihrer Rechnung? Alle Informationen rund um die Rechnung finden Sie unter
http://www.vodafone.de/kunden/rechnungserklaerung

Online-Kundenservice – Tipp des Monats!

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Mit freundlichen Grüßen,

Ihr Vodafone Team

Vodafone D2 GmbH

Adresse: Am Seestern 1, 40547 Düsseldorf

Sitz: Düsseldorf

Eintragung im Handelsregister: Amtsgericht Düsseldorf, HRB Nr. 24644

Zentrale: Am Seestern 1, 40547 Düsseldorf

Vorstand: Friedrich Joussen (Vorsitzender),

Jan Geldmacher, Hartmut Kremling, Frank Rosenberger, Dr. Volker Ruloff, Michele Angelo Verna, Achim Weusthoff

Vorsitzender des Aufsichtsrats: Michel Combes

http://www.vodafone.de/kunden

Die Links zeigen tatsächlich alle auf Vodafone. Der Schreiber versucht nicht, seinen Trojaner auf mehreren Wegen an den Mann oder die Frau zu bringen. Leider hat er vergessen, die Style-Definitionen einzubinden. So ist die Formatierung eher spartanisch. Aber besser als der Text-Teil. Die Namen der Geschäftsführung stimmen nur teilweise mit den im Impressum von Vodafone überein.
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Roulette-Regeln und Strategien

Den heutigen Beitrag möchte ich mit einem Vergleich einleiten, den ich in der Bonner Springmaus von Vince Ebert erstmailig gehört habe.

Was ist der Unterschied zwischen Wissenschaft, Theologie und Esoterik?

Da Sie mir nicht antworten können, werde ich es kurz mit eigenen Worten erklären, auch wenn Sie den Unterschied kennen.

Sie vermuten, im Kühlschrank sei Milch. Sie öffnen die Kühlschranktür, schauen hinein, trinken um zu prüfen, ob die weiße Flüssigkeit in der Tüte Milch ist. Finden Sie keine Milch, verwerfen Sie ihrer Annahme und behaupten künftig: Im Kühlschrank ist keine Milch. Sie treiben Wissenschaft. Zugegeben nicht auf höchstem Niveau, aber das Vorgehen ist perfekt.

Sie glauben im Kühlschrank sei Milch. Sie gehen aus der Küche ohne den Kühlschrank zu öffnen und versichern jedem, im Kühlschrank sei Milch. Wenn Sie Hinweise haben, dass im Kühlschrank keine Milch ist, dann fragen Sie sich, warum Sie nicht fest genug daran glauben können, dass im Kühlschrank Milch ist. In diesem Fall sind Sie Theologe.

Sie behaupten im Kühlschrank sei Milch. Sie öffnen die Tür, finden keine Milch, schließen die Tür und behaupten weiter, im Kühlschrank sei Milch. In diesem Fall sind Sie Esoteriker.

Ich möchte noch zwei Personengruppen ergänzen.

Sie wissen, dass im Kühlschrank keine Milch und kein Honig ist. Sie erzählen allen, dass sich in diesem Kühlschrank Milch und Honig immer wieder selbst auffüllen, egal wie viel man heraus nimmt. Sie haben aber noch nie die Kühlschranktür geöffnet. Aller Logik zum Trotz sind Sie bereit, auf diesen Kühlschrank zu Gunsten eines geringen Obolus im Vergleich zu seinem unendlichen Wert zu verzichten. Dann sind Sie ein Scharlatan.

Sie glauben dem Scharlatan und kaufen den Kühlschrank. Dann sind Sie – mit Verlaub – ein Idiot.

Roulette-Theologen, -Esoteriker und Scharlatane können jetzt aufhören zu lesen. Bei Idioten mag ich die Hoffnung nicht aufgeben.

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Kein Martingalespiel?

Unter der Titel Tolle Strategie Fürs Roulett, Kein Martingalespiel schlug jemand unter dem Namen „Sven Müller“ folgendes System vor – ich beschreibe es lieber mit eigenen Worten: .

  1. Setze zu beginn eine Einheit auf ROT und eine auf UNGRADE.
  2. Bestimme die neue Wette nach folgenden Regel:
    • Wenn beide verlieren, verdopple den Einsatz auf beiden Feldern.
    • Wenn ein Feld gewinnt, verdopple den Einsatz auf dem verlorenen Feld und setze eine Einheit auf das Gegenüber des gewonnenen Feldes ROT nach SCHWARZ, GERADE nach UNGERADE.
    • Wenn beide Felder gewinnen, setze eine Einheit auf das Gegenüber der Feldes ROT nach SCHWARZ, GERADE nach UNGERADE und umgekehrt.

Dies sind zwei voneinander unabhängige Martingalespiele auf ROT/SCHWARZ und GERADE/UNGERADE, denn es gibt keine Regel, die von ROT/SCHWARZ Änderungen bei GERADE/UNGERADE oder umgekehrt herbeiführt. Es ist völlig belanglos, nach welchen Regeln ich die Felder setze oder auswähle. Es geht hier nur um die 18:19 oder einfachen Chancen[1]. Welche ich nehme oder ob ich die Felder von Spiel zu Spiel tausche, spielt keine Rolle. Allerdings ist ein Martingalespiel, nach dieser Regel interessanter, als immer nur auf das gleiche Ereignis zu setzen. Um wenigstens einen kleinen Vorteil zu erlangen wäre Regeln notwendig, die Unregelmäßigkeiten des Tisches erkennen und ausnutzen können. Zum Beispiel setze auf die einfache Chance, die an diesem Tisch bisher am häufigsten gekommen ist. Aber wie ich bereits geschrieben habe, reichen die unvermeidbaren und natürlichen Ungregelmäßigkeiten heutzutage nicht, um den Bankvorteil nachhaltig zu reduzieren.

  1. [1]Andere nennen diese Chancen 50:50 Chancen, aber diese Bezeichnung ist falsch und trügerisch. Die Wahrscheinlichkeit ihre Auftreten ist nur 18/37 oder ~48.65%

Ist das Martingalespiel ein betrügerisches System?

Nein, natürlich nicht. Sie ist genauso gut oder schlecht wie jedes andere System. Sie schütteln den Kopf? Selbst Verkäufer von Gewinnsystemen geben zu, dass dieses System nicht funktioniert, nicht funktionieren kann und bezeichnen es als betrügerisch. Stimmt. Aber zwischen nicht funktionieren und betrügerisch ist ein großer Unterschied. Dies möchte ich im folgenden Artikel darlegen.

„Ist das Martingalespiel ein betrügerisches System?“ weiterlesen

Den Zufall voll im Griff?

Der Wunsch von Herrn Onur Ünal, seinen Namen und meine Verweise auf seine Seite hier zu entfernen, hat mich dazu veranlasst, etwas tiefer zu recherchieren. Bei einer Google Suche war mein gestriger Artikel erst auf der vierten Seite. Dafür fand ich unter den vorherigen Treffern einige andere Hinweise, nicht nur über Herrn Ünal.

„Den Zufall voll im Griff?“ weiterlesen

Roulette Systeme

Vor einigen Wochen hatte ich etwas zu den Roulette Systemen und Casino-Spielen geschrieben, die derzeit verschärft per E-Mail beworben werden. Dabei hatte ich auf eine Seite und einen der Verbreiter namentlich hingewiesen. Aus Gründen, die mit dem Pageranking bei Google zu tun haben, verlinke ich nur ungern auf solche Seiten. Manchmal ist es aber nicht vermeidbar Ross und Reiter zu nennen.

Nun erhielt ich von besagtem Herrn – mit dem Hinweis auf das Bundesdatenschutzgesetz einen Anruf und eine E-Mail mit der Aufforderung, den Hinweis auf den Autor und die Web-Seite zu entfernen, da ich personenbezogene Daten ohne Einverständnis veröffentlichen würde. Ich habe mich entschlossen dieser Aufforderung nicht nachzukommen, weil es ich hier nicht um personenbezogene Daten im Sinne des Bundesdatenschutzgesetzes handelt, sondern um einen Verweis auf ein veröffentlichtes Werk gemäß Urheberrechtsgesetz.

Meine Darstellung dieser Gewinnsystem wird den Vertreibern selbiger nicht ins Konzept passen, was auch Ziel der Mühe ist. Ich weiß nicht, warum und wie der besagte Herr herausgefunden hat, dass ich über ihn geschrieben habe, vielleicht hat ihn ja jemand darauf angesprochen und ein paar unangenehme Fragen gestellt und auf den Kauf des Buches verzichtet. Aber nachdem er sich in unzähligen Stunden, Wochen und Monaten Kenntnisse über das Roulette-System angeeignet hat, um diese mit denen zu teilen, die 97€ für sein Buch ausgeben, um ebenfalls den Zufall voll in den Griff zu bekommen und maximale Gewinne einzufahren, wird es ihm ein leichtes sein, seine von Berufsspielern verifizierten Strategien, Tipps und Tricks zu erläutern.

Und so möchte ich meine Darstellung um ein paar weitere, einfache Erläuterungen und Bilder ergänzen, die hoffentlich auch dem Nicht-Wahrscheinlichkeitstheoretiker plausibel sind.

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Erfahrungsberichte Binary Code: Julia Herberstein und Co

Die Liste der Erfahrungsberichte angeblicher, erfolgreicher Anwendern des Binary Code wird langsam länger. Dank Anmeldung flattern mir die Newsletter täglich ins Postfach. Die Mail verseien auf Videos angeblicher Anwender der Binary Code. Diese ca. zwei Minuten langen Videos bedeuten einen erheblichen Aufwand, ein System zu bewerben. Dafür, dass die Tipps „100% kostenlos“ (gibt es auch 50% Kostenlos) angeboten werden, ein erheblicher Aufwand, der sich irgendwie wieder einspielen muss. Aber HaJo Erzbach hat es ja genug Kohle.

In den meisten Erfahrungsberichten wird nur der Vorname und Wohnort genannt – damit hat der Leser wenig Möglichkeiten, die Aussagen zu validieren. Nicht ungewöhnlich, kennen wir aus der Werbung. Der glaube nicht, dass die angebliche Zahnarztfrau sich ihre Zähne nur mit der beworbenen Zahncreme oder Zahnbürste putzt. In der Fernsehwerbung ist wohl jedem klar: Die angeblichen Interviews sind gestellt oder bestellt. Kurz: Alles Schmuh!

Das Strickmuster der Videos ist immer gleich: Zuerst ungläubig, trotzdem versucht und dann tolle Gewinne gemacht. Trotzdem meine Frage:

Sind die Berichte auf the-binary-code.com gefaked?

Auf der Sammelseite der Erfahrungsberichte werden nur drei Personen mit Nachnamen genannt:

  1. Julia Herberstein, Wirtschaftspublizistin
  2. Mike Kroesswang, Berlin
  3. Markus Winter, Stuttgart

Ladies first:

Julia Herberstein, Wirtschaftsublizistin

Eine Suche bei Google ergibt: Außer dem YouTube Video über den Binary Code hat sie offenbar noch nichts publiziert. Im Adressverzeichnis gibt es eine Julia Herberstein in Wien, aber sonst finden sich herzlich wenig Treffer. Eine Julia zu Herberstein weilt seit 120 Jahren nicht mehr unter den Lebenden. Für eine Wirtschaftspublizistin sind dies herzlich wenig Treffer. Eine Suche über ähnliche Bilder des Bildes gab auch nichts verwertbares. Stock Videos sind mir noch nicht bekannt.

Mike Kroesswang, Berlin

Auch zu Mike (oder Michael) Krösswang ergeben sich fast nur Treffer zum Binary Code. Über die YouTube Videos unter Der Wallstreet Trick – Anwenderbericht findet sich noch ein älterer Herr namens Herbert Krosswang (ohne „e“ nach dem „o“). Auch hier hier findet sich kein Hinweis, dass es einen Menschen diesen Namens in Berlin gibt.

Update 01.02.2013
Gestern hat sich der Schauspieler, der den Herbert Krosswang darstellt, gemeldet. Mehr dazu gibt es hier.

Markus Winter, Stuttgart

Zu Markus Winter in Stuttgart ist die Suche auch nicht ergiebig. Der Hip-Hop-Musiker Maeckes ist 30 und nicht 19 Jahre alt und sitzt nicht im Rollstuhl. Ansonsten wirft die Suche 2 Millionen Treffer aus. Dies sind etwas zu viel des Guten.

Auf YouTube

Über 25 bis 30 Sekunden lange Youtube Videos unter „Der Wallstreet Trick – Anwenderbericht“ (oder Erfahrungsbericht) finden sich weitere Anwender mit Vor- und Nachname sowie Wohnort.

  1. Mag. Horst Albrecht, Mönchengladbach
  2. Cornelia Weiss, Berlin
  3. Markus Winterer, Hamburg
  4. Renate Sachsen, Berlin
  5. Alice Reinisch, Hamburg
  6. Sven Barth, Köln
  7. Werner Bahr, Dortmund
  8. Antonia Sperrl, Mannsheim
  9. Annemarie Becker, München

Auch hier liefert das Telefonbuch kaum einen Hinweis, dass diese Personen so heißen und in dem Ort leben. Den Ort Mannsheim kennt Google nicht, aber es könnte sich natürlich auch um Mannheim handeln. Antonia Sperrl ist ein sehr außergewöhnlicher Name, es gibt keine sinnvollen Treffer. Scheinbar werden die Namen sehr sorgfältig gewählt, um keine zufällige Verbindung zu realen Personen herzustellen.

Zuerst fiel mir auf, dass Renate Sachsen aus Berlin und Alice Reinisch aus Hamburg im gleichen Raum aufgenommen wurden – dazu vergleiche man die Schäden in der Tür. Diese Beobachtung veranlasste mich, auch andere Erfahrungsberichte zu vergleichen. Siehe da, der Vergleich der Erfahrungsberichte zeigt: Einige Videos wurden aus ähnlichen Kamerapositionen am gleichen Ort mit verschiedenen Personen aufgenommen. Dafür mussten die Darsteller weit anreisen und die berichteten Gewinne beziehen sich nur auf die ersten Wochen und sind eher bescheiden. Ob alle am gleichen Ort aber in verschiedenen Räumen aufgenommen wurden? Wahrscheinlich, ich kann es aber nicht beweisen. Die meisten Videos wurden am 3. Juli 2012 hochgeladen, andere am 17. Juli 2012. Eines der Videos vom 17. Juli ist nur ein Zusammenschnitt aus anderen Videos. Ich spare mir die Mühe, mir weitere Videos anzusehen.

Warum sollten die Protagonisten in den Videos realer sein als HaJo oder David Erzbach oder der Azubi Wolfgang K.? Vielleicht kennt ja der eine oder andere die wahre Identität der angeblich so erfolgreichen Broker.

Vielleicht sollte ich die Angebote der Schauspielagenturen in Erwägung ziehen. Aber: Wozu sollte ich den Aufwand betreiben?

Genug für heute. Gute Nacht.

Binäre Optionen

Im Zuge der Untersuchungen, ob es sich bei HaJo Erzbach um eine reale Person oder einen Fake handelt und – wenn es ein Fake ist – woher die Fotos stammen, habe ich mir auch einen der empfohlenen Broker, AnyOption™, und dessen Seite angeschaut. Toll, wie einfach ein Ertrag zwischen 65 bis 71% erzielt werden kann!

Wo ein Käufer ist, muss auch ein Verkäufer sein. Binäre Optionen wachsen nicht auf Bäumen. Wo ein Gewinner 71% gewinnt, da hat entweder jemand 71% verloren, oder es gibt viele kleine Verlierer! Es muss mindestens einen Verlierer geben. Wenn ich dauerhaft der Gewinner sein soll, wer ist dann dauerhaft der Verlierer? Welcher Trottel erklärt sich freiwillig bereit, fortlaufend viel Geld an andere – mich – zu verlieren? Gehen wir der Sache auf den Grund.

Wo kommen also diese hohen Gewinne her? Gibt es sie überhaupt?

„Binäre Optionen“ weiterlesen

Stock-Foto: der-masterplan.org

Wolfgang K., 19 Jahre Stock-Foto zu der-masterplan.org In einem früheren Artikel hatte ich über die Herkunft der Fotos von HaJo Erzbach berichtet. Als Ergänzung hier die Quelle des Bildes (Shutterstock ID=48222298) von Wolfgang K., 19 Jahre und angeblicher Azubi.

http://www.shutterstock.com/pic.mhtml?id=48222298