Spam: Internet Partnerschaft

Heute flatterte folgende Mail in mein elektronisches Postfach. Der Spam Filter hat sie zuverlässig als Spam erkannt. Aber diese Art der Kontaktaufnahme ist mir vorher noch nicht aufgefallen.

From: Denis Frolow <mouse01@uiuc.edu>
To: thomas@arend-rhb.de
Subject: Internet Partnerschaft
Date: Thu, 21 Feb 2013 21:12:46 +0300
Hallo
Ich bin Denis Frolow. Ich wohne in Litauen. Ich schlage Ihnen vor, mit
mir zusammenzuarbeiten und ein bisschen Geld zu verdienen.
Ich kenne wie man das Geld gesetzlich erarbeiten kann, aber allein kann
ich nichts tun.
Ich verlange keine Einlagen. Ich brauche nur die VERANSTALTUNGSHILFE.
Haben Sie Interesse daran, erklare ich die Details und beantworte alle
Ihren Fragen.

Hier ist meine E-Mail info_cbnet@yahoo.de

Nehmen Sie Kontakt mit mir auf und wir legen den Termin fur
Online-Bewerbungsgesprach fest.

MfG
Denis
info_cbnet@yahoo.de

Das ein Rechner aus Litauen keine Umlaute kennt, ist hier verzeihlich; aber warum sendet Denis mit einer Adresse und erwartet die Antworten auf einer anderen. Und warum fährt er auf eine Inselgruppe südlichen Pazifik um seien Mails zu verschicken. Die IP-Adresse 114.69.205.162 gehört zu einem Netz des „Office des Postes et Telecommunications New-Caledonia“.

Netter Versuch! Fehlgeschlagen.

Trojaner: RechnungOnline Monat von der Telekom.de

Nun, ich bin bei der Telekom, doch warum, schickt mir die Telekom eine Rechnung mit dem Betreff „RechnungOnline Monat“ im Stundentakt? Vor allem: Mitten im Monat?

Einfache Antwort: Die Mail ist nicht von der Telekom! Die Mail ist ein Trojaner. Der Anhang besteht nicht aus der Rechnung, sondern aus dem üblichen ZIP-File mit einem dürftig als PDF-Dokument getarnten Trojaner.

Der Betreff der echten Mail lautete für Februar 2013: „RechnungOnline Monat Februar 2013 (Buchungskonto: 1234565789)“ Die Mails werden zeitnah am Anfang des Monats verschickt. Der HTML-Teil ist zwar nett gefaked, der Text Teil entspricht aber nicht im geringsten der Formatierung einer Original Rechnungsmail.

Jungs, da müsst ihr noch etwas üben.

Warum der Flughafen Berlin Brandenburg nie fertig wird

Die unterschlagenen Weisheiten des Friedrich Nietzsche:

Die Dauer und die Kosten des Bauen.

531a. Wer davon lebt, einen Flughafen zu bauen, hat ein Interesse daran, dass er nie fertig und immer teurer wird.

531b. Wer davon lebt, einen Bahnhof zu bauen, hat ein Interesse daran, dass er nie fertig und immer teurer wird.

531c. Wer davon lebt, eine Elbphilharmonie zu bauen, hat ein Interesse daran, dass sie nie fertig und immer teurer wird.


531. Das Leben des Feindes. — Wer davon lebt, einen Feind zu bekämpfen, hat ein Interesse daran, dass er am Leben bleibt.

Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches I – IX. Der Mensch mit sich allein

SPAM: Abmahnung für angebliche Bestellungen

E-Mail mit Trojaner

Bei mir ist es an der Spam-Front ziemlich ruhig, aber mein Sohn bekam heute eine Mail nach bekanntem Muster. Hier nochmals der Text für Google.

From: heidi Becker <weichundzart@hotmail.de>
To: „Michel Mustermann“ <Michel.Mustermann@excample.com>
Subject: 13.02.2013 Michel Mustermann Abmahnung Ihrer Bestellung Nr. 4664486331
Date: Wed, 13 Feb 2013 01:56:07 +0000
Guten Tag Michel Mustermann,

wir bedanken uns für Ihre Bestellung bei Echitica.com.

Leider hat unsere Finanzleitung bei Ihnen eine nicht beglichene Zahlung festgestellt.
Wenn Sie den Rechnungsbetrag in den letzten Tagen bezahlt haben, betrachten Sie diese Mahnung als gegenstandslos. Möglicherweise ist Ihnen jedoch entgangen die Rechnung 3352977 für Ihre Bestellung 692957 fristgerecht zu überweisen.

Bitte bezahlen Sie die Rechnung bis zum 19.02.2013.
In der Anlage finden Sie Ihre Mahnung und andere Details Ihrer Bestellung.

Rechnungsbetrag: 263,75 Euro
Gebühren Ihrer Mahnung: 18,00 Euro

Sollte auch diese Zeitfrist ohne einen Zahlungseingang verstreichen, so müssen wir diese Angelegenheit an unsere Anwälte zur Einforderung geben.

Besten Dank und freundliche Grüsse,
Katharina Krüger Ihr Kundenservice

Die Seite Echitica.com gibt es wirklich; dort werden wirklich Pralinen vertrieben. Die angebliche Rechnung im Anhang ist jedoch ein Zip-Archiv mit einem Trojanischen Pferd. In diesem Fall hatte es zwar die Endung .com, ist aber in Wirklichkeit ein ausführbare Programm im exe-Format. Die Mühe der Doppelten Namenserweiterung hat sich der Programmierer in diesem Fall nicht gemacht. Gegen 18 Uhr erkannten erst 16 VirenScanner das Trojanische Pferd.

Die Mail lief über GMX, der Spam-Filter hat allerdings keinen Verdacht geschöpft.

Die Mail hat den direkten Weg von der Drohne eine Bot-Netz zu Hotmail.com nach GMX genommen. Nichts erhellendes.

Auffallend ist, dass Name und Vorname des E-Mail Empfänger bekannt sind. Der Versender verfügt offenbar über eine Adressdatenbank.

Wenn ich mir die Seite von Echitica.com anschaue, dürfte der Kundenstamm nicht allzu groß sein, so dass sich die meisten Wundern werden, warum sie etwas bestellt haben sollen. Wer schlau ist bemerkt, mit der Absenderadresse etwas faul ist. Höchstens Kleinstfirmen verwenden eine Hotmail-Adresse. Wer einen Web-Shop betreibt, wird in der Regel eine Adresse aus seiner Domain verwenden. Die Mail stammt angeblich von heidi Becker; ist jedoch von Katharina Krüger unterzeichnet.

Es ist nur eine Kleinigkeit; die Bestellnummer im Subject stimmt nicht mit der Bestellnummer im Text überein.

So ganz fit im Sprachgebrauch kann der Designer der Mail nicht sein. Abmahnungen werden nicht bei Zahlungsverzug verschickt. Bei Zahlungsverzug gibt es eine einfache Mahnung. Mahngebühren von 18 € sind eher kontraproduktiv. Selbst in Zeiten der Handarbeit waren die Mahngebühren kaum höher als das Porto. Zur Sache geht es erst, wenn ein Inkasso-Anwalt eingeschaltet wird. Kein Unternehmen wird seine Kunden gleich beim ersten Fehler verschrecken. Bei Online Einkäufen kann dies aber in der Regel nicht vorkommen. Normal sind auch Vorkasse, Bankeinzug oder PayPal. Da gibt es keinen Grund für eine Mahnung. Ich kenne nur einen Shop, der auf Rechnung liefert.

Ich hoffe mal, dass nur wenige den Anhang öffnen, weil ihnen die Ungereimtheiten auffallen und sie noch nie etwas in diesem Shop bestellt haben. Mich würde interessieren, ob mehr Leute den Anhang öffnen, wenn eine solche Mail von einem angeblichen Amazon-Shop kommt.

Gute Nacht

Die größten Flops der Familienpolitik?

Der Spiegel hat auf dunklen Kanälen einen Zwischenbericht eines Gutachterkreis zu einer Regierungsstudie erhalten.[1] Laut Spiegel kommt der Zwischenbericht zu dem Schluss, dass die deutsche Familienpolitik und viele ihrer milliardenschweren Förderinstrumente weitgehend wirkungslos und teilweise sogar kontraproduktiv sind.

Nun berichtet Spiegel-Online (SPON) über die drei angeblich größten Flops der Familienpolitik.[2] Als die drei größten Flops werden Ehegattensplitting, Kindergeld und beitragsfreie Mitversicherung in der Krankenkasse ausgemacht; SPON gibt einen Überblick über diese drei größten Ungetüme. (Alle Zitate ohne Quelle stammen aus dem Artikel.)
„Die größten Flops der Familienpolitik?“ weiterlesen

  1. [1]Regierungsstudie: Verheerende Noten für deutsche Familienpolitik; Spiegel Online vom 3.2.2013
  2. [2]Bundesregierung: Die größten Flops der Familienpolitik; Spiegel Online vom 3.2.2013

Ein Beuys’scher Hundehaufen?

So einen appetitlichen Anblick vor dem Küchenfenster muss ich nicht haben. Nachdem alle Spaziergänger das Kunstwerk im Laufe des Sonntags eingehend bewundern konnten, hat Karin das Werk entsorgt. Hoffe, es war kein Beuys’sches Kunstwerk. Wer aber auf unserem Grundstück unerlaubt Kunstwerke hinterlässt, sollte sie besser gleich mitnehmen.

Hundehaufen auf dem Weg
Hundehaufen auf dem Weg

Der Wallstreet Trick

Zum Wallstreet Trick habe ich schon einige Artikel geschrieben. In Erfahrungsberichte Binary Code: Julia Herberstein und Co hatte ich dargelegt, dass ich zu den angeblichen Namen der Personen keine passenden realen Personen finden konnte. Außer einem eindeutigen Stock-Foto des Azubi oder des HaJo Erzbach hatte ich keinen (für mich stichhaltigen) Beweis dafür, dass auch die Werbefilme mit Schauspielern gedreht wurden.

Mein Wunsch, einen der Schauspieler ausfindig zu machen, hat sich heute erfüllt. Ich musste gar nichts dafür tun. Ein Schauspieler hat sich bei mir per E-Mail gemeldet.

„Der Wallstreet Trick“ weiterlesen