Wie kommt Geld in den Umlauf?


Geld ist für uns das selbstverständlichste der Welt. Doch wie kommt es in die Welt und wer setzt es in die Welt. Die Antwort ist ganz einfach: Zentralbanken verleihen es. Aber woher haben die dieses Geld? Auch ganz einfach. Sie haben es nicht, sie drucken es einfach. Wobei drucken heutzutage nicht ganz wörtlich zu nehmen ist. Das wenigste Geld fließt heute in gedruckten Scheinen um die Welt. Der Transport ist viel zu langsam und teuer. Geld wird als virtuelles Geld zwischen Konten hin und her gebucht. Wieso funktioniert es?

Dazu möchte ich eine fiktive Geschichte einer Tauschbörse erzählen und zeigen, wie jeder sein eigenes Geld schaffen kann. Geht dass? Natürlich.

Eine Idee wird geboren

Schauen wir zurück in die Anfänge einer fiktiven Tauschbörse. Am Anfang unserer Geschichte waren wir der kreative Kopf einer Denkfabrik – think tank – eines Transportunternehmen, das darauf spezialisiert ist kleinen Pakete täglich an Haushalte auszuliefern. Unsere Autos fuhren voll zu den Haustüren und leer wieder zurück ins Auslieferungslager. Leerfahrten verursachen Kosten und bringen nichts ein. Unsere Denkfabrik bekam den Auftrag etwas dagegen zu unternehmen.

Warum fuhren die Autos leer zurück?
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Was ist Geld?

Vor einiger Zeit hatte ich versucht, Leerverkäufe anschaulich zu erklären. In der Folge hatte ich die Idee, diesen Ansatz auch mit dem Begriff „Geld“ zu versuchen. Nun bin ich nicht der erste, der es versucht und Chris Martenson hat einen sehr guten Crash Course zum Thema produziert, trotzdem möchte ich versuchen, die Sache noch ein Stück einfacher und anschaulicher erklären. Was ist Geld und warum gibt es Geld. Dazu müssen wir sehr weit in die Geschichte der Menschen zurück gehen. Also fangen wir bei …

Adam und Eva

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Warum der Flughafen Berlin Brandenburg nie fertig wird

Die unterschlagenen Weisheiten des Friedrich Nietzsche:

Die Dauer und die Kosten des Bauen.

531a. Wer davon lebt, einen Flughafen zu bauen, hat ein Interesse daran, dass er nie fertig und immer teurer wird.

531b. Wer davon lebt, einen Bahnhof zu bauen, hat ein Interesse daran, dass er nie fertig und immer teurer wird.

531c. Wer davon lebt, eine Elbphilharmonie zu bauen, hat ein Interesse daran, dass sie nie fertig und immer teurer wird.


531. Das Leben des Feindes. — Wer davon lebt, einen Feind zu bekämpfen, hat ein Interesse daran, dass er am Leben bleibt.

Friedrich Nietzsche: Menschliches, Allzumenschliches I – IX. Der Mensch mit sich allein

Sinnhafte Fehlermeldungen

Ich habe mich beim DHL Paketdienst angemeldet. Nach mehreren Wochen kam jetzt die Bestätigungs-E-Mail. Name und Straße waren falsch geschrieben, was ich in meinen Daten korrigieren wollte. Das Feld mit meinem Namen ist jedoch grau unterlegt und nicht editierbar. Wenn ich die Straße ändern will, erscheint folgende hilfreiche Fehlermeldung:

Fehlermeldung – Wir bitten um Entschuldigung
Der gewünschte Inhalt kann zur Zeit nicht angezeigt werden.

Das die Bestätigung der Änderung nicht angezeigt wird, sehe ich auch. Was bedeutet zur Zeit? Der Eintrag für die Straße wird nicht geändert. Noch ein Versuch. Gleiches Ergebnis. Nach mehreren Fehlversuchen entschließe ich mich, die Änderungen mit dem Kontaktformular zu melden. Hier nun zeigt der Programmierer sein ganzes Können:

Ihre Eingabe war leider nicht erfolgreich. Bitte überprüfen Sie die folgenden Hinweise. Bei weiteren Fragen können Sie sich per eMail an unseren Kundenservice unter paket@dhl.de wenden.

* Die Eingabe enthält ungültige Zeichen.

Leider ist meine Glaskugel zur Reparatur. Dauer unbekannt. Soll ich die gültigen oder ungültigen Zeichen jetzt per trial and error ermitteln?

Dazu habe ich wenig Lust und versuche es per E-Mail. Es würde mich jetzt nicht wundern, wenn es per E-Mail auch nicht klappt.

Deutschlands Mittelschicht schrumpft dramatisch

Deutschlands Mittelschicht schrumpft dramatisch war eine beliebte Schlagzeile der letzten Tage.

Aber wie soll ich diesen Fakt bewerten? Brauchen wir eine Programm zur Rettung der Mittelschicht?

Einige – nicht ganz ernst gemeinte – Betrachtungen.

„Deutschlands Mittelschicht schrumpft dramatisch“ weiterlesen

Dear Veronica

How are you?

I hate loneliness as you do and I wanna be loved. I want nothing but feel loved. Who wouldn’t? I hope this is what you want too.
I’m honored that you I want to share my your love with you me and give you me the pleasure!

I am really happy that I can write back to you in this article.
The reason why I wrote this message is that I want to start a end the conversation with you. I do not really know what to write about myself. back. Maybe it would be better if you ’ll take hadn’t taken a try first?

I ’m very positive girl boy who is in search of has found real love or and a good friend and very caring wife.

I hope that my first your next experience will be pretty interesting and more successful.

You asked me whether I Want to experience my your love and passion?

Baby I don’t want to hurt your feelings, but … No, your are more than 30 years to late.

Passion and love are kind of feeling that I want to experience right now with my wife.


Die blauen Textstellen sind den E-Mails (Text und Subject) der angeblichen Veronica entnommen, die schwarzen sind meine Einfügungen.

Armes Mädchen Armer Spammer, ich weiß nicht, was Du Dir von den Mails versprichst, aber um nicht als Spam erkannt zu werden musst Du noch etwas an Deinen Mails arbeiten und solltest nicht dutzende Mail Adressen verwenden.

Gute Nacht

PS: Bitte weitere E-Mails nur mit Bild 😉
PPS: Der Sinn dieser E-Mails erschließt sich mir nicht, vor allem, weil ich die gleich mehrfach bekomme. Nur in einem bin ich mir sicher: Wer noch mehr Spam möchte, sollte darauf antworten.

Ich hau dir auch einmal ein blaues Auge

Als Norddeutscher in der Diaspora mit Sprach- und Integrationsschwierigkeiten hat man es nicht leicht. Nach einem kleinen Gefallen sagte jemand zu meiner Frau: „Ich hau dir auch einmal ein blaues Auge!“
Auf die Entschuldigung meiner Frau, die sich eigentlich keiner Schuld bewusst war, erfolgte die Erklärung. Wie gut, wenn man miteinander redet. Diese Rheinische? Redensart soll einen Dank ausdrücken. Ein Norddeutscher würde sagen: „Du hast etwas gut bei mir.“ Wie gut, dass sie drüber geredet haben.

Eine Umfrage unter heimischen Arbeitskollegen ergab ein uneinheitliches Bild: Einige kannten den Ausdruck, andere nicht. Irgendwie mutet der Ausdruck für eine Dank seltsam an. Bei der Suche im Internet fand ich den Ausdruck „Ich werfe dir auch mal einen Stein in den Garten.“ Dieses Sprichwort scheint sowohl positiv als auch negativ verwendet zu werden. Zur positiven Verwendung fiel mir der Begriff steinreich ein. Steinreich ist (im Norddeutschen) jemand gewesen, der sich – in einer Gegend mit wenig Steinen – ein Haus aus Stein bauen konnte, oder viele Edelsteinen besaß. In einer Gegend mit vielen Steinen dürfte es für einen Bauern kein Segen gewesen sein, ein steinreiches Feld zu haben.

Die Frage warum der böse Wunsch nach „Hals- und Beinbruch“ oder „Mast -und Schotbruch“ ein Glückwunsch ist, war mittels Wikipedia schnell geklärt: Es ist möglicherweise – wie „Guten Rutsch“ – eine Verballhornung des jiddischen „hatslokhe u brokhe (Erfolg (Glück) und Segen)“.

Dinge, die sie nicht braucht, die aber an ihr schön anzusehen sind

Das Weihnachtsgeschenk ist gefunden. Eine Überraschung wird es nicht geben, weil wir den pragmatischen Weg gegangen sind: Wir sind zusammen zum Juwelier gegangen und sie hat ich habe mit ausgesucht. Da ich es auch nach 27 Ehejahren nicht schaffe, ihren Geschmack zu treffen, erspart dieses Verfahren eine gedämpfte Stimmung am Weihnachtsabend und einen Umtausch nach Weihnachten.

So richtig zufrieden bin ich mit dem Verfahren aber nicht.

Dinge, sie nicht braucht … und garantiert nicht haben will.

Was soll man seiner Ehefrau schenken? Schwere Frage. Also: Google fragen. Unter den Top Ten ist die Seite „So was will ich auch“. Ich kann mich dumpf erinnern, dass sie mich die letzten Tage mit Werbung im Radio nerven. Aber: Keine Vorurteile, vielleicht haben die ein paar nette Ideen. 109 „Weihnachtsgeschenke“ stehen zur Auswahl. Dessous, die will meine Frau bestimmt nicht – könnte sie aber gebrauchen, sind nicht dabei. Nach Durchsicht des Angebotes stelle ich fest: Dinge, sie nicht braucht … und garantiert nicht haben will.

Weiter suchen. Mir bleiben ja noch 18 Tage.